„Starmin“ ist Gründer des Jahres

Stolze Preisträger: Nancy und Armin Hempel.

Neuenrade - Das Start-Up- Unternehmen „Starmin“ produziert Tor- und Zaunbeleuchtungen in Neuenrade. Vier Jahre nach der Gründung des Unternehmens gab es jetzt Anerkennung. Nancy und Armin Hempel wurden nun als „Gründer des Jahres“ im Rahmen der Initiative Manager des Jahres vom Magazin Südwestfalen Manager ausgezeichnet.

Alles begann mit einer Idee. Als Armin Hempel vor über vier Jahren in den Abendstunden einen Zaun montierte, wünschte er sich mehr Licht. Der gelernte Schreiner aus Neuenrade machte sich Gedanken – beleuchtete Zaunpfosten wären die Lösung, befand er. Er entwickelte ein Produkt, gründete die Firma „Starmin“ und saß Anfang 2009 bei einem Patentanwalt in Hagen.

Für Tor- und Zaunbeleuchtungen aber sah dieser zunächst keine Verwendung. „Sie können das Licht nicht neu erfinden“, erinnert sich Nancy Hempel noch ganz genau an die Worte des Anwalts. Aufgeben aber wollte das Ehepaar nicht. Und so wagten sie einen neuen Versuch. Der zweite Anwalt machte dem jungen Unternehmerpaar dann Hoffnung und nach gründlicher Recherche lautete das Urteil: „Ihre Idee gibt es auf dem Produktmarkt noch nicht.“ Und so erhielten Nancy und Armin Hempel für ihr Produkt zunächst einen Gebrauchsmusterschutz, bevor im Juni 2013 die letztendliche Patenterteilung erfolgte.

„Mein Mann war schon immer ein praktisch denkender Mensch. Seine Ideen kommen ihm während der Arbeit“, berichtet Nancy Hempel im Gespräch mit unserer Zeitung. Hart gekämpft und intensiv gearbeitet hätten sie für ihr junges Unternehmen, um es zu dem Erfolg zu führen, auf den sie nach etwas mehr als vier Jahren zurück blicken können. Nach der Gründung der GmbH im Jahr 2011 investierten beide neben ihren eigentlichen hauptberuflichen Tätigkeiten viel Zeit in die Entwicklung von „Starmin“. „Am Schwierigsten war es, in den Markt hinein zu kommen“, so die kaufmännische Angestellte. „Man muss jeden potentiellen Kunden von dem Produkt überzeugen, ihnen erklären, warum man gerade mit uns arbeiten sollte. Das war richtiges Klinkenputzen.“ Im Oktober 2011 wurden schließlich die ersten Produkte ausgeliefert. Heute arbeitet das Unternehmen mit Vertriebspartnern in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch den Niederlanden zusammen. Produziert aber, so betont die 33-Jährige, werde ausschließlich in Südwestfalen. Eine Lichtquelle zwischen Pfostenkappe und Zaunpfosten. Für diese nahe liegende Idee sei Armin Hempel von seinen Kunden oft beneidet worden, schmunzelt seine Frau. „Firmen und auch Privatkunden nutzen unser Produkt nicht nur aus ästhetischen Gründen sondern auch der Sicherheitsaspekt spielt dabei eine wichtige Rolle“, erklärt Nancy Hempel.

Während ihr Mann mittlerweile hauptberuflich für „Starmin“ arbeitet, geht Nancy Hempel einer halben Stelle bei einer Werdohler Firma nach. Trotzdem unterstützt sie ihren Mann in allen kaufmännischen Belangen. „Selbstständigkeit ist wie eine Ehe. Man wächst miteinander und wird gemeinsam stark.“ Dass das Ehepaar nun den Preis als „Gründer des Jahres 2013“ in den Händen halten darf, bestätigt beide in ihrer Arbeit. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass „Starmin“ zur Positionierung Südwestfalens als jüngste und innovativste Wirtschaftsregion Deutschlands maßgeblich beigetragen habe.

Ausruhen aber wollen sich Nancy und Armin Hempel nicht. „Der Preis spornt uns an, weiter zu machen, größere Ziele in Angriff zu nehmen und an uns zu glauben. Auch wenn es manchmal Tiefen gibt.“ Und was wünschen sich die beiden Jungunternehmer für die Zukunft? Nancy Hempel: „Unser Produkt auf dem Markt zu etablieren. Irgendwann möchte ich mal durch eine Stadt spazieren und ganz unverhofft unser Produkt an den Zäunen und Toren der Bürger entdecken.“ - Von Friederike Domke

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