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Starker Einsatz für die Wälder: Begeisterte pflanzen 1000 Bäume

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Von: Michael Koll

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Zahlreiche Helfer kamen am Samstag nach Affeln, um sich an der Pflanzaktion am Fuße des Imbergs zu beteiligen.
Zahlreiche Helfer kamen am Samstag nach Affeln, um sich an der Pflanzaktion am Fuße des Imbergs zu beteiligen. © Koll, Michael

1000 Bäume wurden am Wochenende am Fuße des Imbergs gepflanzt. In den kommenden Wochen werden noch 2000 weitere dazu kommen. Eine Helferin kam sogar aus Shanghai.

Affeln – Am Samstag waren 31 Aktive vom bundesweit aktiven Bergwaldprojekt vor Ort. Sie haben weitere 1000 Containerpflanzen mitgebracht, die in den nächsten 14 Tagen noch von heimischen Forstwirten in den Boden eingebracht werden. Ganz unabhängig davon haben die Organisatoren des 2. Imberglaufs jüngst angekündigt, an selber Stelle ebenfalls 1000 Bäume anzupflanzen.

26 Ehrenamtler wurden nun am Samstag von fünf Mitgliedern des Bergwaldprojekt-Teams angeleitet. Der gelernte Landschaftspfleger Henning Aulich hielt dabei die Fäden in der Hand. Am Ende des gut siebenstündigen Arbeitseinsatzes hatte er aber nur Lob für die freiwilligen Helfer: „Die Teilnehmer waren alle super hier.“

Er führte näher aus, „dass es hier in Affeln doch super gelaufen ist, wenn man bedenkt, dass der Tag mit kräftigem Nebel und sogar Regen gestartet ist“. Seinen Ehrenamtlern attestierte er darüber hinaus, „dass sie das von uns Erklärte toll umgesetzt haben“.

25 der 26 Freizeit-Baumpflanzer kamen dieses Mal aus Nordrhein-Westfalen. Angeleitet von einem Team aus Brandenburg (Aulich), Grevenbroich und Würzburg, packte aber auch Christa Körger-Wang engagiert mit an.

Christa Kröger-Wang kommt aus Shanghai und packte aber bei der Pflanzaktion kräftig mit an.
Christa Kröger-Wang kommt aus Shanghai und packte bei der Pflanzaktion kräftig mit an. © Koll, Michael

Die 59-Jährige hatte eindeutig die weiteste Anreise, lebt sie doch seit nunmehr 17 Jahren in Shanghai. Verheiratet mit einem Chinesen, macht sie einmal jährlich für rund anderthalb Monate Urlaub in der Heimat, reist durchs Bundesgebiet, um Familie und Freunde zu besuchen.

„Und dieses Mal wollte ich einmal auch solch eine Pflanzaktion miterleben“, sagt sie mit der Spitzhacke in der Hand. Doch so ganz unerfahren ist die gebürtige Deutsche nicht. „Ich habe auch in Shanghai schon einmal an einer privaten Aufforstung teilgenommen“, verrät sie. Und schon betont sie, „bei meinem nächsten Deutschland-Besuch wieder das Bergwaldprojekt zu unterstützen, dann vielleicht sogar eine ganze Woche lang“.

Projektleiter Henning Aulich wird es gerne hören. Es gibt eben in der gesamten Bundesrepublik viel zu tun, beispielsweise aufgrund von Umweltkatastrophen wie dem Orkan Kyrill, der 2007 auch das Sauerland verwüstete. Dem setzten am Samstag nun auf einer Borkenkäfer-Fläche die freiwilligen Pflanzer 500 Traubeneichen, 200 Spitzahorne, 200 Winterlinden und 100 Wildkirschen entgegen. Etwa dieselbe Summe der Baumarten steht für dieses Pflanzareal nun noch einmal zur Verfügung.

Die Pflanzer – darunter auch Neuenrader wie Ulrike Wolfinger und Elke Dickehage-Wette – verarbeiteten Containerpflanzen, die spendenfinanziert sind, etwa mit Bonuspunkten der Kunden der Deutschen Bahn. Gruppenleiter Aulich lobte: „Es ist Samstag, das Wetter ist schön – und die Menschen opfern hier ihre Freizeit, um etwas Gutes zu tun.“

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