Ärzte suchen Nähe zum neuen MVZN-Standort

Standortwechsel geplant: Blutet das Hönne-Med-Center aus?

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Das Hönne-Med-Center an der Werdohler Straße in Neuenrade beherbergt noch zahlreiche Mieter aus der Gesundheitsbranche.

Neuenrade – Die Bebauung, die derzeit im Bereich Hinterm Wall entsteht, wird offenbar zu einer Konzentrationsfläche für Ärzte.

In einem Gebäude wird künftig ebenerdig das Medizinische Versorgungszentrum Neuenrade (MVZN) angesiedelt, in einem zweiten Gebäude werden zwei Ärzte einziehen, zudem ein Mieter aus der Gesundheitsbranche. 

Das ließ die Neuenrader Unternehmerin Ruth Echterhage auf Nachfrage der Redaktion durchblicken. Es seien schon Verträge unterzeichnet worden, darunter seien Ärzte, sagte sie. Die Ärzte verlassen demnach teilweise ihren jetzigen Standort im Hönne-Med-Center an der Werdohler Straße. 

Zentrum derzeit noch an der Zweiten Straße

Dieses war in den Diskussionen über einen Standort für das MVZN von der Opposition im Rat auch immer wieder genannt worden. Nachdem das Medizinische Versorgungszentrum Anfang Januar zunächst an der Zweiten Straße in der Praxis von Michael Beringhoff, ärztlicher Leiter der Einrichtung, gestartet ist, sprach sich der MVZN-Verwaltungsrat in seiner jüngsten Sitzung Mitte Juni einstimmig für den Bereich Hinterm Wall als künftigen Standort aus. 

Der neue Standort: In das im Bereich Hinterm Wall entstehende Quartier soll auch das Medizinische Versorgungszentrum integriert werden

Dort soll das Versorgungszentrum in das entstehende Quartier integriert werden, welches das Unternehmerehepaar Ruth und Jürgen Echterhage zusammen mit der Volksbank um Vorstand Karl-Michael Dommes realisieren. Circa 14 Millionen Euro will die VR Südwestment GmbH & Co. KG dort investieren. Diese Gesellschaft mit Sitz in Lüdenscheid wurde 2016 gemeinsam von der damaligen Volksbank im Märkischen Kreis (jetzt Volksbank in Südwestfalen) und der zum Neuenrader Unternehmen Echterhage Holding gehörenden Tochtergesellschaft VE Holding GmbH gegründet, die mit 25 Prozent beteiligt ist. 

Zentrale Lage und Nähe zur Apotheke

Nun wird das MVZN dort nach Fertigstellung einziehen. Die Kommunalpolitiker entschieden sich auch für diesen Standort wegen der zentralen Lage und der Nähe zur Apotheke und zum Drogeriemarkt. Spätestens im Herbst 2021 soll das Projekt realisiert sein. Durch die Ansiedlung weiterer Betriebe aus der Gesundheitsbranche erfährt dieser Standort neben den Vorzügen eines Neubaus auch inhaltlich eine entsprechende Aufwertung. 

Dabei sei es nicht so, dass man sich um die übrigen Mieter beworben habe, sagte Ruth Echterhage auf Nachfrage. Vielmehr gebe es eine ähnliche Entwicklung wie damals bei der Fertigstellung des Stadtgarten-Areals. „Man hat offensichtlich die Entwicklung gesehen und uns dann angesprochen“, berichtete Echterhage. Alles andere seien nur Gerüchte. 

Makler soll sich um Immobilie kümmern

Die neuen Mieter residieren zum Teil derzeit noch im Hönne-Med-Center an der Werdohler Straße. Vermieter Fritz-Dieter Hilleke bleibt trotz der Abwanderungsbestrebungen gelassen. „Es wird sich was verändern. Das ist der Wandel“, sagte er im Gespräch mit der Redaktion. Aber in diesen Zeiten neu zu vermieten, sagte er allerdings auch, sei nicht immer so einfach. „Es ist immer Bewegung, dann muss man etwas Neues machen“, so Hilleke. Er werde das zu gegebener Zeit in die Hände eines Maklers geben, um so drohenden Leerstand zu verhindern. 

Das Ärztehaus beherbergt vier Arztpraxen, eine logopädische Praxis, eine für Physiotherapie, zudem einen Optiker sowie private Mieter.

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