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Gleitpreisklauseln und Handwerkermangel: Verzögerungen drohen

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Von: Peter von der Beck

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Der sehr in die Jahre gekommene Bürgermeister-Schmerbeck-Platz soll umfassend saniert werden.
Der sehr in die Jahre gekommene Bürgermeister-Schmerbeck-Platz soll umfassend saniert werden. © von der Beck, Peter

In diesem Jahr hat Neuenrade etliche Bauprojekte: An der Hönnequell-Schule und bei den städtischen Kitas unter anderem am Schütteloher Weg und in Affeln. Aber auch der Bürgermeister-Schmerbeck-Platz und der Dorfplatz Blintrop sind zu nennen.

Was in früheren Zeiten bei der Umsetzung kein Problem war, hat sich grundlegend durch die Vorkommnisse in der Baubranche geändert.

Und so fragte SPD-Ratsfrau Ulrike Wolfinger während des jüngsten Bauausschusses nicht von ungefähr nach bei Bauamtsleiter Marcus Henninger, ob sich die allgemeine Materialknappheit auf die städtischen Bauvorhaben auswirke. Henninger konnte berichten, dass man da derzeit „noch keine Probleme“ habe. „Momentan geht es noch“, sagte er. „Aber wir haben viele Hochbaumaßnahmen für dieses Jahr auf der Agenda, vielleicht wird es schwierig.“

Steigende Preise machen Probleme

Schwierigkeiten habe man aber mit den Preisen. Wegen der Preisentwicklungen in der Branche werde mit Gleitpreisklauseln operiert. Dabei behält man sich vor, den Preis zu einem späteren Zeitpunkt festzusetzen oder eben Preise später noch anzupassen. Wie für jeden Privatmann werde es eben auch für die Stadt laufend teurer, kommentierte Henninger dazu auf spätere telefonische Nachfrage.

Ein Problem, das schon eine ganze Weile bestehe, sei der Handwerkermangel. Die Unternehmen hätten volle Auftragsbücher und gerade bei kleineren Handwerksbetrieben scheue man vielleicht den nicht unerheblichen bürokratischen Aufwand, sich auf eine öffentliche Ausschreibung auch einzulassen. Zudem sei das Vergaberecht sehr stringent. „Nachverhandeln darf man nicht“, sagte der Bauamtsleiter.

Henninger: „Wir rechnen durchaus mit Verzögerungen“

Es gebe zudem viele Zwänge, ließ Henninger weiter durchblicken. So komme es durchaus vor, dass man sehr wenige Angebote auf Ausschreibungen bekomme – oder auch mal gar keine. Der Bauamtsleiter sagte zudem auf Nachfrage: „Wir rechnen durchaus mit Verzögerungen.“ Vor diesem Hintergrund erwähnte der Bauamtsleiter auch die Fenster für die Hönnequell-Schule.

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