Stadtwald: Fällungen wegen Borkenkäferbefall

Ein kleineres Fichtenwäldchen musste wegen des Borkenkäferbefalls weichen. - Foto: Archiv

Neuenrade -   Eine recht unscheinbare Insektenart brachte im vergangenen Sommer den Wirtschaftsplan der Stadt Neuenrade durcheinander – der Borkenkäfer.

So hatten die Neuenrader erstmals seit Kyrill wieder einen Wirtschaftsplan für 2013 aufgestellt und auch beschlossen. Mit einem kleinen Gewinn schloss das Zahlenwerk ab. Indes – im Laufe des Wirtschaftsjahres 2013 hat sich die Situation im Revier Neuenrade geändert: Nicht geplante Einschläge in Fichtenbeständen mussten wegen punktuell massiven Käferbefalls vorgenommen werden. Revierförster Franz Josef Stein bestätigte, dass ein kleiner Fichtenwald gefällt werden musste. Befallene Bäume dort herauszuschneiden, wäre nicht möglich gewesen, das hätten die übrigen Bäume wohl nicht überlebt. „Der Wald wäre nicht lebensfähig gewesen“, sagte Stein. Für die gesamte Forstbetriebsgemeinschaft (dazu gehören auch Bestände in Dahle, Evingsen und Plettenberg) schätzt Stein den Einschlag auf 500 Festmeter. Gleichmäßig verteilt seien die Käferpopulationen. Stein hofft, dass das „ein singuläres Ereignis“ bleibe. Dass es nicht schlimmer gekommen sei, läge sicher an dem kühlen und feuchten Frühjahr 2013. Er hoffe daher, dass auch das kommende Frühjahr kühl und feucht werde, denn das dämme die Käferpopulationen ein. Wie dem auch sei: Selbst ohne für Affeln geplante Maßnahmen wurde das avisierte Ergebnis erreicht.

Die für das Affelner Revier angedachten Durchforstungsmaßnahmen „Imberg“ werden in das kommende Jahr verschoben, dann wird es auch Landeszuschüsse geben, sodass die Kosten dafür gegenfinanziert werden könnten.

Der neue Wirtschaftsplanentwurf für 2014 enthält dann auch eine Einschlagsmenge mit einem Volumen von knapp 1000 Festmeter, 300 Festmeter sollen in Ennest gefällt werden. Im Neuenrader Revier wird es im kommenden Jahr weitgehend ruhig bleiben, allerdings wird im Rüterschlad immerhin eine Fläche von rund 3,2 Hektar wieder aufgeforstet. Auf Vorschlag von Revierförster Stein soll dort eine Fichten-/Douglasienkultur angelegt werden. Je 3375 Douglasien und Fichten sollen es sein. Die Kosten schätzt Stein auf rund 12 000 Euro.

Von Peter von der Beck

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