Ein Stadtteil für zweieinhalb Stunden ohne Strom

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Am Evangelischen Altenzentrum wurde durch die Feuerwehr die Versorgung- und Notfallsicherheit gewährleistet.

Neuenrade - Ein länger andauernder Stromausfall in Neuenrade hielt am Sonntagabend die Feuerwehr in Atem.

Zur technischen Hilfesleistung, präzise gesagt, zur Unterstützung bei einem zweieinhalbstündigen Stromausfalls, der um 19.30 Uhr begann, rückte der Löschzug eins der Feuerwehr am Samstagabend zur Graf-Engelbert-Straße und in die Neuenrader Stadtmitte aus. Im Einsatz waren knapp 20 Feuerwehrleute und sechs Fahrzeuge.

Nach Alarmierung startete eine Fahrzeugbesatzung des Löschzuges I eine Präsenz-Fahrt durch das betroffene Gebiet, um auch Bürgern, die kein Handy besitzen, die Meldung eines Notfalls zu ermöglichen. Nach kurzer Zeit wurde die Besatzung über Funk in die Uhlandstraße alarmiert, wo sich eine Person in einem Aufzug befinden sollte, der sich dann allerdings als Treppenlift herausstellte. „Der wurde im Notbetrieb in die nächste Etage gefahren und die darauf sitzende Dame sicher abgesetzt“.

Da auch das Evangelische Altenzentrum (EAZ) in der Graf-Engelbert-Straße betroffen war, wurde der gesamte Löschzug I um 21.08 Uhr dorthin geschickt. Vor Ort wurden die Bewohner betreut und das Gebäude so weit wie möglich ausgeleuchtet. Für den Fall eines medizinischen Notfalls waren die First Responder vor Ort. Gegen 22 Uhr schließlich rückten die Einsatzkräfte wieder ein.

Die Ursache für den Stromausfall ist nach Angaben von Enervie-Pressesprecher Uwe Reuter noch nicht bekannt. „Wir vermuten einen Kabelfehler zwischen der Dahler Straße 28 und dem Kohlberg. Betroffen ist die Station Wilhelmshöhe“. Durch die Störung habe es mehrere Relais-Auslösungen gegeben. Dabei seien insgesamt acht Ortsnetzstationen betroffen gewesen – im Bereich Heerweg, Lessingstraße, Düsterloh, Hinter der Stadt, Dahler Straße, Evangelisches Altenzentrum Graf-Engelbertstraße, der Bereich Kantstraße und die Uhlandstraße. „Weil eben so viele Relaisstationen ausgelöst wurden, war eben eine Neu-Aufschaltung nötig. Das dauert einfach seine Zeit“, sagte Reuter. Heute werde man sich im Bereich Kohlberg auf Fehlersuche begeben. 

Von Peter von der Beck

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