Konzert auf hohem Niveau

Stadtorchester Klingenthal begeistert volles Haus im Kaisergarten

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Dirigent Rico Schneider konnte das Publikum sofort für sich gewinnen. Die Musiker folgten ihm mit hoher Konzentration und spielten technisch perfekt.

Neuenrade – Mit einem Blaskonzert auf hohem Niveau hat die Stadt Neuenrade am Samstag die Kultursaison 2019/20 eröffnet.

Garant für den zweistündigen musikalischen Leckerbissen war das Stadtorchester Klingenthal. Die Musiker aus Neuenrades Partnerstadt konzertierten vor vollem Haus im Kaisergartensaal mit einem bunten Querschnitt bekannter Melodien. 

Vom ersten Ton an stellten die Musiker unter Leitung von Dirigent Rico Schneider unter Beweis, dass sie zu den besten sächsischen Blasorchestern zählen. Mit ihrer Musikauffassung und dem damit verbundenen Sound knüpft das traditionsreiche Blasorchester sofort den Kontakt zum Publikum. Dirigent Rico Schneider steht mit einem klaren Dirigat vor seinen Musikern, sein gutes Repertoirewissen und seine Fähigkeiten in Tonsatz und Harmonielehre sind bei ihm Basis und Wiedergabe für eigene Klangvorstellungen. Die Freude an der Musik ist spürbar, als Dirigent steht er mit viel Energie am Pult, Schwierigkeitsgrade scheinen ihn anzuziehen.

 Seine Hobbymusiker folgen ihm mit hoher Konzentration, das Zusammenspiel ist bei ihnen technisch perfekt. Das Repertoire des Blasorchesters passt zum hohen Niveau und reicht von der Klassik über die Polka bis hin zum Marsch, von Bigband-Titeln über Filmmusik bis Jazz. 

Der 1. Klarinettist Daniel Kaiser verstand es, als Moderator in charmanter Art die Zuhörer durch das Programm zu führen. Händels „Feuerwerksmusik“ eröffnete den Reigen der Musikstücke. „Feuerwerk“ ist eine komponierte Suite, die durchaus große musikalische Ausmaße hat, die durch satte Harmonien die Zuhörer auf weitere Titel einstimmt. 

Es sind durchweg bekannte Musiktitel, die das Stadtorchester im Programm hat. Die Dudelsackmelodie „Highland Cathedral“ ist für die Mehrzahl der Besucher ein bekannter Ohrwurm, die liebliche Melodie war so ganz nach dem Geschmack des Publikums. Gioacchino Rossinis „William-Tell Galopp“ führte die aufmerksamen Zuhörer musikalisch zum Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell. Der erste Programmteil endete mit „Wie ein Stern“ und einem Medley mit bekannten Weisen von Udo Jürgens. 

Nach der Pause konnten sich die Zuhörer von dem Ernst-Mosch-Evergreen „Schön ist diese Welt“ begeistern lassen. James Last mit seinem richtungsweisenden Sound wurde als Medley ebenso aktuell, wie der Bigband-Klang von Herb Alpert. Es ist die musikalische Vielfältigkeit, mit der das Stadtorchester auftrumpfen kann. Der Jazztitel „Caravan“ von Duke Ellington lässt ebenso mitwippen wie Musiknummern aus „Hallo Berlin.“ 

Zu den Höhepunkten zählte zum Programmende ein Udo-Lindenberg-Medley. In die Rolle des Rockmusikers schlüpfte Orchestermitglied Marko Hackenschmidt. Der junge Mann intonierte stimmlich perfekt unter anderem den „Sonderzeug nach Pankow“, „Rudi Ratlos“ oder „Hinterm Horizont geht’s weiter“ – das Publikum war nur noch begeistert. Zwei Zugaben waren selbstverständlich, das Publikum hätte gerne weitere Zugaben gehört.

Das Stadtorchester war bereits am Donnerstag nach Neuenrade angereist. Persönliche Kontakte mit dem Affelner Musikverein wurden vertieft, neue Freundschaften geschlossen. Bürgermeister Antonius Wiesemann führte die Gäste durch Neuenrade und die Dörfer. In Altenaffeln servierte Ortsvorsteher Wiesemann Kaffee und Kuchen im Haus der Generationen. Insofern verriet Musikfreund Josef Brockhagen schmunzelnd, das „Neuenrade in diesen Tagen um 47 Musiker reicher geworden ist.“ Soviel Freundschaft war mit Folgen verknüpft: Er durfte das Stadtorchester Klingenthal mit dem Konzertmarsch „Jubelklänge“ dirigieren.

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