Stadtmuseum verteilt "Arme Ritter" und begrüßt 1000. Besucher

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Ulrich Tillmann und Klaus Peter Sasse brieten in einer Schniewindt-Pfanne "Arme Ritter".

Neuenrade - Das Neuenrader Stadtmuseum steht bei den Bürgern hoch im Kurs und kann sich zunehmender Beliebtheit mit einen immer größer werdenden Stellenwert erfreuen.

Am vergangenen Sonntag konnte der Verein für Geschichte und Heimatkunde mit dem „Arme-Ritter“-Essen nicht nur ein Gericht aus vergangenen Zeiten vorstellen, die kleine Gruppe der ehrenamtlichen Museumsmitarbeiter konnte mit Reiner Müller aus Werdohl auch den 1000. Besucher begrüßen. 

Vereinsvorsitzender Dr. Rolf-Dieter Kohl war offensichtlich von soviel positiver Resonanz selbst überrascht. „Ich habe heute Morgen nicht daran gedacht, das wir heute im Museum den 1000. Besucher begrüßen können“ zog er ein kleines Fazit um dann auch berechtigt festzustellen, dass das Neuenrader Stadtmuseum mit seinem Angebot in Sachen Stadtgeschichte, Industriegeschichte und Verkehrsgeschichte „das Interesse der Bürger gefunden hat.“ 

Die Ausführungen des Vorsitzenden sind durchaus angebracht, zunehmend finden auch Menschen aus den Nachbarstädten den Weg ins Neuenrader Museum, das erst seit Oktober 2015 geöffnet ist. Reiner Müller, der sich auch in Werdohl in Sachen Heimatgeschichte engagiert, war schon mehrfach im Neuenrader Museum. Zur Erinnerung bekam er von Dr. Kohl das Buch „Neuenrade“ von Dr. Dieter Stievermann. 

Auch Volker Grünberg probierte gerne.

Der Werdohler konnte es zunächst gar nicht glauben, dass er mit seinem vierten Besuch der 1000. Besucher war. Reiner Müller interessiert sich besonders für die Eisenbahngeschichte in der Region. Sein Ansprechpartner in Person von Heinz-Dieter Turk ist in Sachen Omnibusverkehr, Züge und Loks ein ausgesprochener Experte, der in der Region sehr viel Anerkennung genießt. Turk schafft es im informativen Gespräch immer wieder, den Menschen die Entstehung und Entwicklung der Kreis-Altenaer-Esebahn (KAE) oder der Hönnetalbahn zu erklären. Ebenso kann er mit seinen Zuhörern eine Zeitreise in die einstigen Aktivitäten des Verkehrsunternehmens Kraftverkehr Mark Sauerland machen. 

Das Gericht „Arme Ritter“ hat mit der ritterlichen Vergangenheit inklusive Helm und Brustpanzer wenig zu tun. „Arme Ritter“ ist ein Gericht, das ein Arme-Leute-Essen war. Ulrich Tillmann und Klaus-Peter Sasse schlüpften vor dem Treppenaufgang zum Stadtmuseum in die Rolle der Köche, dabei nutzten sie zur Zubereitung eine mobile schniedwindtsche Elektropfanne, die inzwischen zu den Ausstellungsstücken des Museums zählt. 

Toastscheiben werden in Milch eingetunkt, die zuvor zusätzlich mit Ei verquirlt wurde. Danach werden die Toastscheiben (früher wurde Zwieback genommen) in der Elektropfanne gebraten. Das „Arme-Ritter“-Essen kam an, viele der über 50 Museumsbesucher nutzten am Sonntag die Gelegenheit zum Probieren. Zu den „Testpersonen“ zählte auch Volker Grünberg. Der ehemalige Hauptschulrektor benotete den „Armen Ritter“ kurz und knapp mit „schmeckt gut.....“

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