„Statt Museum“

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„Statt Museum“: Heinz Werner Turk, Dr. Rolf-Dieter Kohl und Bürgermeister Klaus Peter Sasse präsentieren den Namen der „neuen musealen Einrichtung“ der Stadt. Am Sonntag können die Neuenrader eine erste Sonderausstellung erleben.

Neuenrade - Es ist eine wichtige Etappe für die Stadt Neuenrade, die an diesem Herbstwochenende abgeschlossen wird. Etliche Maßnahmen, die die Innenstadt attraktiver und interessanter gestalten sollen, sind beendet und können am Sonntag von den Neuenradern besichtigt werden. Es ist ein verkaufsoffener Sonntag unter dem Motto Erntedank des Stadtmarketingvereins mit einem üppigen Rahmenprogramm. Und das neue Neuenrader Museum kann bei einer ersten Sonderausstellung zur Historie der Kraftverkehr Mark Sauerland GmbH schon mal besichtigt werden.

Auch das gesponserte Karussell Karlo wird auf dem neu gestalteten und als Platz der Begegnung, als Treffpunkt konzipiert, eingeweiht. Es wird also sicher voll in der Stadt und die Neuenrader können sich dieses neue Ensemble im Zusammenspiel mit dem neuen Zentrum Quartier am Stadtgarten anschauen.

Gestern präsentierte Bürgermeister Klaus Peter Sasse zusammen mit Rolf Dieter Kohl und Heinz Werner Turk allerdings die Geschichte rund um das Neuenrader Stadt-Museum, das nun „Statt Museum“ getauft wurde.

Nicht ohne Grund. Wie berichtet, hatten Bürgermeister Sasse und der Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Heimatpflege und ehemaliger Kreisarchivar, Dr. Kohl, ein Konzept für das Museum entwickelt. (Stadtgeschichte, Eisenbahnverkehr und lebendige Industriegeschichte, mit Gemeinschaftsschule und aktiver Industrie als Kooperationspartner, interaktiven Möglichkeiten). Damit marschierte man zum Zuständigen des Landschaftsverbandes in Münster, um sich wegen einer möglichen Förderung schlau zu machen.

Das indes gestaltete sich schwierig angesichts der Bedingungen, erläuterte Sasse. Demnach hätte man ein „hochpreisiges, museumspädagogisches Konzept“ erstellen lassen müssen“, sagte Sasse. Und die maximale Förderhöhe hätte ohnehin 4000 Euro betragen. Zudem missfalle die zu geringe Größe des Objektes, auch sei eine professionelle Begleitung im Museum nötig. „So ist das, wenn man etwas derartiges macht für eine kleine Stadt“, dann erntet man nur warme Worte, sagte Sasse. Dann habe man sich gesagt – „wir machen das eben selber“. Und so gibt es inzwischen Finanzierungszusagen aus der Industrie.

So sei das eben, sagte Sasse. Man dürfe die museale Einrichtung zwar Museum nennen, aber aus Sicht jener Entscheider sei es kein Museum - und vor diesem Hintergrund sei man bei der Namenssuche eben auf die Idee mit „Statt Museum“ gekommen, sagte Sasse. Klare Sache, dass „Statt Museum“ mit in das museale Neuenrader Netzwerk eingebaut wird. Und wenn dann einmal der Museumsbetrieb so richtig läuft, wird auch eine durchaus prominent besetzte Museumscrew im Einsatz sein. Zudem werde es natürlich auch einen Hinweis auf andere Sehenswürdigkeiten wie die Motte geben, nebst Telefonnummer, um eventuell eine Führung zu ermöglichen. So stellt man es sich jedenfalls vor.

Damit sich die Neuenrader schon mal einen Eindruck verschaffen können – komplett fertig gestellt sein soll das Museum 2014 – gibt es am Sonntag eine von Heinz Werner Turk erarbeitete Ausstellung zur Geschichte der Kraftverkehr Mark-Sauerland GmbH mit vielen sehenswerten Fotos und Dokumenten. Das reicht von der Gründung der Gesellschaft über die eingesetzten Busse, die Nachkriegswirren bis hin zum Streckennetz. Um 14 Uhr am Sonntag wird das Museum an der Ersten Straße dann aufgeschlossen. -

Von Peter von der Beck

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