Besucher noch zurückhaltend

Stadtmuseum präsentiert erstmals neuen Ausstellungsraum

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Fahrräder der Marke Vaterland gehören zu den Ausstellungsstücken im Museum. Ein solches Rad zeigt Heinz-Werner Turk hier Besucher Carsten Hommeltenberg.

Neuenrade – Gelächter dringt nach draußen auf die Straße. Durch die offene Tür schwappt bereits die gute Laune derjenigen, die sich im Stadtmuseum befinden.

Angetreten ist am Sonntag zum ersten Öffnungstag nach dem Corona-Lockdown das gesamte Museumstem: Gabriele Neubert, Dr. Rolf Dieter Kohl, Klaus Peter Sasse, Ulrich Tillmann und Heinz-Werner Turk. 

„Wir haben immer eine Super-Stimmung“, sagt Tillmann. Derweil sitzt Kohl im neuen Raum des Museums und kostet den Kaffee, den Ex-Bürgermeister Sasse gekocht hat. Mit am Tisch sitzt Neubert und schmökert in einem alten Buch. „Das ist richtig gemütlich geworden hier.“ 

Ältere Besucher können sich noch erinnern

Im Raum präsentiert werden Exponate, die nicht so weit in die Vergangenheit reichen, an die sich ältere Besucher noch erinnern mögen. Gezeigt werden Stücke vom TuS Neuenrade, von den Neuenrader Schulen, von der Schützengesellschaft, sowie von heimischen Geschäften und Firmen. 

Sasse führt herum und erläutert die sehenswerten Stücke: Da ist etwa das unterschriebene Foto der TuS-Mannschaft, die 1974 Westfalenmeister wurde. Daneben steht die Schützenuniform von Ferdinand-Fritz Hillecke, der dem Verein lange vorstand. An der Wand hängen Fotos des ehemaligen Friseursalons Gödde, der just in den Räumen residierte, die heute dem Museum eine Heimat bieten. 

Vaterland-Fahrräder wecken besonderes Interesse

Turk begrüßt derweil einen neuen Gast im Museum: Carsten Hommeltenberg war zwar einst beim Sektempfang zur Eröffnung des Stadtmuseums dabei, aber die Ausstellungsräume selbst schaut er sich nun erstmals an. Gefragt danach, was ihm denn am besten gefällt, kann der 46-Jährige sich zunächst gar nicht entscheiden, legt sich aber dann doch auf die Vaterland-Fahrräder fest. Heinz-Werner Turk weiß: „Die Firma Vaterland war beheimatet im Quartier. Das Büro des Betriebes ist heute das Café Karl.“ Dann dreht er sich um und zeigt ins Regal: „Vaterland hat aber nicht nur Fahrräder hergestellt, sondern etwa auch diese Nähmaschine hier.“ 

Die Besucher tröpfeln aber nur vereinzelt ins Museum. Sasse vermutet: „Viele haben wohl noch Angst und warten erst einmal ab, bis ihnen einige erzählen: ,Ich war auch schon dort.’“ Derweil denkt der Bürgermeister a. D. bereits an die kommenden Öffnungstage. „Dann will ich einige Sonderexponate ausstellen, passend zu den in diesem Jahr noch anstehenden Firmenjubiläen.“ So feiere etwa die Zimmerei Ross 2020 ihr 100-Jähriges.

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