Stadtmarketing: Neutral und im Konsens

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Kommissarische Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Christiane Frauendorf. ▪

NEUENRADE ▪ Der Marketingverein war kaum gegründet – da gab es schon den ersten Ärger. Jörg Hellweg verließ kaum vier Wochen nach der offiziellen Vereinsgründung den Verein schon wieder. Der Grund: „Die politische Inanspruchnahme“ durch die FWG. Unabhängig von dieser Episode: Wie ist es sonst um den frisch gegründeten Verein bestellt. Jüngst wurde vermeldet, dass die nächste Versammlung aus terminlichen Gründen verschoben wurde. Auf verschiedenen Kanälen gibt es immer mal wieder Äußerungen.

Die Frage nach dem aktuellen Sachstand konnte Christiane Frauendorf, kommissarische Vorsitzende des Vereins, beantworten. Sie sagte gestern im persönlichen Gespräch, dass es in der kommenden Woche ein wichtiges Treffen der aktuellen Vorstandsmannschaft geben werde,

Dabei gehe es unter anderem um die mögliche Besetzung des ersten Vorstands des Vereins. Frauendorf: „Ich könnte mir vorstellen, dass es einige gibt, die daran Interesse haben“. Natürlich könne es auch sein, dass bei der nächsten Versammlung ein Vorschlag aus den Reihen der Mitglieder kommen könne. „Da sind wir ganz offen“.

Der oder die mögliche Vorsitzende müsse allerdings ein paar Bedingungen erfüllen. Er oder sie muss die Akzeptanz in der Bevölkerung haben und die Hintergründe und Strukturen in Neuenrade auch kennen.

Christiane Frauendorf betonte es im Gespräch ausdrücklich: „Nach meinem Verständnis muss der Marketingverein neutral und im Konsens agieren“. Nur so könne es funktionieren. Der Marketingverein sei, wenn er gut geführt werde, eine Bereicherung für die Stadt Neuenrade. „Und ich als Einzelhändlerin will in Zukunft meinen Standort hier in Neuenrade behalten“. Und so sehe sie – auch aus der persönlichen Präferenz heraus, den Einzelhandel und insbesondere die Rahmenbedingungen an der Ersten Straße als eines der Schwerpunktthemen des neuen Vereins. Und in diesem Zusammenhang müsse man nicht immer nur die negativen Dinge vermelden. Es gebe auch Positives. Frauendorf verwies auf neue Einzelhändler, die sich an der Ersten Straße ansiedeln würde. Da eröffne an der ersten Straße doch bald wieder ein Geschäft mit Kinderkleidung. In der Tat: Die „Kinderstube“ kündigt für demnächst Eröffnung an.

Unabhängig von der Situation im Einzelhandel betonte Frauendorf: „Stadtmarketing insgesamt ist enorm wichtig für Neuenrade“. Und auch vor diesem Hintergrund könne man Ruth Echterhage dankbar sein. „Sie hat das Stadtmarketing auf die Schiene gebracht“. Und die kommissarische Vorsitzende betonte noch einmal: Unabhängig von Parteipolitik müsse man gemeinsam ein Ziel verfolgen, damit man gemeinsam auch das Ziel erreicht. ▪ Peter von der Beck

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