Stadtmarketing: Echterhage zieht sich zurück

NEUENRADE ▪ Ruth Echterhage will kein Amt beim noch zu wählenden Vorstand des Stadtmarketingvereins übernehmen. Das teilt der stellvertretende Pressesprecher der FWG, Bernhard Peters, in einer umfassenden, abgesprochenen Presseerklärung mit:

„Nach ständigen Angriffen aus diversen politischen Lagern auf Projekte und Ideen unserer Fraktionsvorsitzenden ist ein destruktives Klima entstanden."

Ruth Echterhage wird deshalb nicht für ein Amt im zu wählenden Vorstand des Stadtmarketing zu Verfügung stehen. Das hat sie dem kommissarischen Vorstand Ende Januar schriftlich mitgeteilt. Sie werde aber weiterhin mit Leib und Seele, ihrer Marketingkompetenz und Stadtmarketingerfahrung aus den Nachbarstädten für die aktive Mitgestaltung des Vereins zur Verfügung stehen. Ruth Echterhage möchte die derzeitigen emotionalen Widerstände auflösen und den Blick der Verantwortlichen wieder auf die wesentlichen Aufgaben des Vereins lenken“.

Stadtmarketing sei einer der Hauptpunkte der Fraktionssitzung der Freien Wähler am vergangenen Montag gewesen. Ein FWG-Ratsmitglied brachte es auf den Punkt: „Die Bürger wollen wissen, was Sache ist, weil sich derzeit nichts tut,“ heißt es in der Mitteilung. Bereits seit 2009 engagiere sich die FWG für ihr Wahlziel, ein Neuenrader Stadtmarketing. Insbesondere Fraktionsvorsitzende Ruth Echterhage habe eben das Konzept mit ihrer Fachkompetenz erarbeitet und die Vereinsgründung maßgeblich vorbereitet.

Die FWG weiter: „Obwohl ein politischer Konsens in Neuenrade gefunden wurde, bedauern wir die erheblichen atmosphärischen Störungen von Seiten der Christdemokraten. Hier sei der offene Brief von Jörg Hellweg zu nennen, in dem er sich über die Bitte im FWG-Newsletter an alle Neuenrader, die Vereinsarbeit nach Kräften zu unterstützen, entrüste. Diesen Brief werte die FWG als übertriebenen Angriff der CDU bzw. von Jörg Hellweg, CDU-Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung. „Der Brief zeigt deutlich, dass es ihm nicht um eine sachbezogene Zusammenarbeit aller Akteure des Stadtmarketing zum Wohle Neuenrades geht, sondern lediglich um politischen Krawall, um die FWG und Ruth Echterhage zu schädigen“. Nun sei ein destruktives Klima entstanden.

Jetzt müsse man eben die Arbeit angehen: „Aus unserer Sicht bedeutet Stadtmarketing weit mehr als die Organisation von verkaufsoffenen Sonntagen“. Die Forderung nach vollkommener politischer Neutralität hält die FWG für „wahrscheinlich falsch“. Schließlich herrsche vollkommene politische Einigkeit bei diesem Thema, das alle gleichermaßen angehe und unterstützen sollten. Richtig dürfte vielmehr die Forderung nach einer Zusammenarbeit über die Grenzen aller politischen Parteien, Vereine und Gruppierungen hinweg sein. Man hoffe jedenfalls, dass nun eine gute Truppe gefunden werde. ▪ Peter von der Beck

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare