Stadtbücherei ist nun Mitglied bei Onleihe Hellweg-Sauerland

Bücherei/Zelius-Leiterin Sandra Horny präsentiert hier die Onleihe Hellweg-Sauerland und einige Endgeräte, mit denen das neue Angebot der Bücherei genutzt werden kann. -   Foto: von der Beck

Neuenrade -  Die Stadtbücherei Neuenrade erweitert ihr Angebot und bietet ihren Lesern künftig auch die Möglichkeit an, Bücher und andere Medien aus dem Internet herunterzuladen. Die Bücherei/Zelius ist Mitglied bei Onleihe Hellweg Sauerland, einem Verbund von 34 kleineren Stadtbüchereien.

Gestern präsentierte Bücherei/Zelius-Leiterin Sandra Horny gemeinsam mit der Kulturbeauftragten Monika Arens das System, mit dem das Medienangebot der Einrichtung erheblich erweitert wird. Künftig kann man also von zuhause aus oder auch über frei zugängliche Funknetze oder Internetzugänge auf das Angebot der Onleihe zugreifen. Die elektronischen Bücher und natürlich auch die anderen Medien können mit jedem Endgerät genutzt werden. Sei es Smartphone, Tablett-PC oder Computer. Damit sich der Leser online Bücher bei der Onleihe ausleihen kann, muss er natürlich Mitglied bei der Stadtbücherei sein. Nur dann erhält er Zugang zu dem System. Auch ist es erforderlich, dass er eine sogenannte „Adobe ID“ erhält, damit die Dateien für ihn lesbar sind. Das hört sich komplizierter an, als es ist, man muss sich durch das System durchklicken, ein Passwort vergeben, der Rest funktioniert im Prinzip von allein.

Wer nun bei der Onleihe ist, kann auf einen Fundus von geschätzten 10 000 Medien zugreifen, das reicht von Wochenmagazinen und Zeitungen über die aktuellen Bestseller bis hin zu Musik. Doch, genauso, wie in der Bücherei zum Anfassen, gibt es von jedem Buch oder Medium nur eine begrenzte Zahl von „Exemplaren“. Das wird in der Online-Welt Lizenz genannt. Vom neuen Bestseller gibt es beispielsweise eben nur 15 Lizenzen in dem Onleihe-Verbund. Sprich, das „Buch“ kann auch nur 15 Mal ausgeliehen (heruntergeladen) werden. Erst wenn die Ausleihe-Zeit abgelaufen ist, wird die jeweilige Lizenz wieder frei. Sind alle Lizenzen grad vergeben, kann sich der Leser auf eine Warteliste setzen lassen. Wer sich ein Buch über die Onleihe ausgeliehen hat, muss es innerhalb von 14 Tagen lesen, denn nach Ablauf dieser Zeit löscht sich das Buch von alleine, nur das Cover-Symbol bleibt auf dem Endgerät übrig. Natürlich gibt es auch eine Onleihe-App – ein Mini-Programm, das Nutzer von Smartphones oder anderen Kleincomputern nutzen können.

Für die Stadtbücherei ist die Mitgliedschaft bei dem System natürlich nicht umsonst. Für die technische Seite musste eine Einrichtungsgebühr bezahlt werden und ein laufender monatlicher Obolus. Gleiches gilt für die Mitgliedschaft in dem Verbund. Da musste einen Art Aufnahmegebühr entrichtet werden, außerdem ist auch hier eine laufende Gebühr fällig. Die Bücherei investierte hier das Preisgeld aus dem Gewinn des deutschen Buchpreises.

Was die Online-Medien-Auswahl anbelangt, da hat Sandra Horny Mitspracherecht. Die betonte auch, dass wegen der Onleihe nicht daran gedacht sei, den Bestand vor Ort zu verringern. Übrigens kann man sich nun bei der Bücherei auch für vier Wochen einen „Tolino-Shine“ ausleihen und ausprobieren, ob einem die Onleihe zusagt. Horny hofft auf Spender, so dass sie mehr Lesegeräte kaufen kann. -

Von Peter von der Beck

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