Stadtalarm: Schwelbrand an der Niederheide

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Vorsorglich legten die Feuerwehrleute Schlauchleitungen, um auch einem größeren Brand Herr zu werden. Der Schwelbrand konnte aber mit einer mobilen Kübelspritze gelöscht werden.

NEUENRADE -  13.40 Uhr: Stadtalarm für die Neuenrader Feuerwehr. Bauarbeiter melden eine starke Rauchentwicklung in den Schulgebäuden an der Niederheide. 40 Feuerwehrleute der Löschzüge Mitte, Küntrop und Affeln rücken mit zehn Fahrzeugen aus.

Von Sebastian Berndt und Udo Schnücker

Vor Ort dringen die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz in das Schulgebäude ein, teilweise klettern sie von außen durch ein geöffnetes Fenster, zusätzlich wird eine Leiter an die Schulhauswand angelehnt, mehrere Feuerwehrleute steigen unter Atemschutz auf das Dach.

Die Ursache der Rauschschwaden war schnell gefunden, in einer Zwischendecke war es zu einem Schwelbrand gekommen, erklärt Stadtbrandinspektor Heinz-Jürgen Böhmer, stellvertretender Leiter der Neuenrader Feuerwehr. Unter Einsatz von Atemschutz konnte der Brand mit einer mobilen Kübelspitze recht schnell gelöscht werden, so der Stadtbrandinspektor weiter. Im Anschluss suchten die Feuerwehrmänner nach weiteren Schwelbränden und durchlüfteten das Gebäude mit einem Gebläse.

Menschen wurden nicht verletzt. Zum entstandenen Sachschaden durch Brand oder Löscharbeiten konnte die Feuerwehr noch keine Angaben machen.

Nach etwa eineinhalb Stunden konnten die Feuerwehrleute alle Maßnahmen an der Niederheide beenden und wieder abrücken, berichtet Heinz-Jürgen Böhmer.

Vor Ort erkundige sich Bürgermeister Klaus-Peter Sasse nach der Brandursache. Sichtlich erleichtert, dass es nicht schlimmer gekommen war, konnte er nach dem Gespräch mit der Feuerwehrspitze wieder ins Rathaus fahren.

So ernst der Einsatz der Feuerwehr war, so erheiternd war die Frage eines Jungen, den der Alarm an den Ort des Geschehens gelockt hat: „Herr Bürgermeister, werden jetzt auch die Ferien verlängert? Wir können doch nicht in die Schule gehen.“ Der junge Mann muss seine erhoffte Ferienverlängerung ad acta legen – schmunzelte danach auch Neuenrades erster Bürger.

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