Stadt will ehemalige Galvanik kaufen und Altlast beseitigen

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An der Oststraße ist der galvanische Betrieb, über den bereits 2012 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

Neuenrade - Die Stadt Neuenrade plant seit geraumer Zeit einen galvanischen Betrieb nebst Grundstück zu erwerben, anschließend abzureißen, Altlasten zu entsorgen und dann weiter zu veräußern.

 Wie Marcus Henninger, Bauamtsleiter, auf Nachfrage erläuterte, habe man sich noch vor Bürgermeister Antonius Wiesemanns Zeiten damit befasst, unlängst weitere Gespräche geführt und die Angelegenheit weitgehend stramm gezogen.

Es handelt sich dabei um die ehemalige Galvanik Kerkenberg e.K., bis vor einigen Jahren in Betrieb. Allerdings – am 8. Februar 2012 wurde über das Unternehmen das Insolvenzverfahren eröffnet. Nun, so ließ Henninger durchblicken, besteht ohne Hilfe der Stadt wohl keine Möglichkeit das Grundstück zu verwerten. Mit den Altlasten finde sich da kein Käufer.

 Allerdings bestehen Möglichkeiten, das Grundstück an interessierte Unternehmen zu verkaufen. Für die Dekontamination des Grundstücks, das knapp 1400 Quadratmeter groß ist, findet sich nun eine Option. Wie Henninger erläuterte, gebe es die Möglichkeit, das 80 Prozent der Entsorgungskosten vom Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (Land, Kommunen und Wirtschaft sind beteiligt) gefördert werden. Der Antrag sei gestellt, die Bewilligung stehe aus.

Was die verbliebenen 20 Prozent der möglichen Summe anbelangt, so würden sich das die Stadt Neuenrade und der Märkische Kreis teilen. Henninger geht von einem Worst-Case-Szenario von Entsorgungskosten in Höhe von 500 000 aus. Nach Entsorgung könne das Grundstück dann zu einem guten Preis an den Interessenten verkauft werden. Der Kaufpreis würde im Gegenzug auch auf die Förderung zu einem gewissen Betrag angerechnet.

 Am langen Ende würde der Stadt das gesamte Projekt wohl nur relativ wenig Geld kosten, ließ Henninger durchblicken. Zudem hätte man ein ordentliches Grundstück und eine Erweiterungsfläche für Nachbarbetriebe. Ob das alles so funktioniert, hänge eben von der Bewilligung ab. Ohne die werden die Stadt nicht aktiv, hieß es.

Auch könnten andere Dinge eine Rolle spielen, zum Beispiel ob das Grundstück frei von finanziellen Altlasten ist.

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