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Stadt will Balkonkraftwerke fördern

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Von: Carla Witt

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Balkonkraftwerke mit maximal 600 Watt sollen in Neuenrade gefördert werden.
Balkonkraftwerke mit maximal 600 Watt sollen in Neuenrade gefördert werden. © dpa

Die Stadt Neuenrade möchte den Einwohnern einen finanziellen Anreiz für den Kauf und die Inbetriebnahme von kleinen Photovoltaik-Anlagen bieten.

Neuenrade – Insgesamt 5000 Euro sollten für „Balkonkraftwerke“ in den Haushalt eingestellt werden, sagte Kämmerer Gerhard Schumacher am Montag während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Forsten. Der Antrag, den die CDU-Fraktion daraufhin formulierte, sorgte für Diskussionen und eine Sitzungsunterbrechung.

CDU: 100 Euro Zuschuss für jede Anlage

Brigitte Reinken-Stork (CDU) schlug vor, jede Stecker-Solaranlage pauschal mit 100 Euro zu bezuschussen. So werde es auch in der Nachbarstadt Balve gehandhabt. Einfach und unbürokratisch solle das Verfahren sein, unterstrich sie. Das kam auch bei Kämmerer Gerhard Schumacher gut an: „Dann könnten wir schon 50 Anträge genehmigen.“ Klimaschutzmanager Simon Mai war ebenfalls von diesem Vorschlag angetan.

Grüne begrüßen Förderung, wollen aber beraten

Der Grüne Ralf Gäer freute sich grundsätzlich über die Förderung, doch der CDU-Antrag müsse erst fraktionsintern beraten werden, erklärte Gäer. „Ich hätte mir gewünscht, vorher von der Förderung gewusst zu haben“, betonte er – und beantragte eine Sitzungspause. Auch Hendrik Günzel (FDP) zeigte sich überrascht – und konnte Gäers Reaktion nachvollziehen. Gerhard Schumacher spielte den Ball zurück: Er habe die Förderung im Rahmen der Haushaltsplanberatungen in allen Fraktion erwähnt, hob er hervor. „Das war kein Geheimnis.“ Und Brigitte Reinken-Stork unterstrich: „Wir haben uns nicht mit dem Klimaschutzmanager abgesprochen. Der Antrag ist unsere Idee.“

Fünf Minuten Sitzungspause

Ausschussvorsitzender Marcus Dunker (CDU) stimmte schließlich einer fünfminütigen Unterbrechung zu. Anschließend schlug Jan Schäfer (FDP) vor, in der kommenden Ratssitzung über die Verteilung der Fördermittel zu entscheiden. Ralf Gäer erklärte, Grüne und CDU hätten sich auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt, der beinhalte, dass die genannte Summe nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein könne. Elke Dickehage-Wette (SPD) unterstützte den Kämmerer, der darum bat, angesichts der Größenordnung der Förderung nichts zu verkomplizieren. Nach der Antragstellung müsse die Vorlage der Quittung zur Auszahlung des Geldes ausreichen.

Entscheidung im Hauptausschuss

Bürgermeister Antonius Wiesemann schlug vor, das Thema nicht im Rat, sondern etwas früher, im Hauptausschuss (Mittwoch, 1. Februar, 17 Uhr, Rathaus), noch einmal aufzugreifen. Damit waren alle Fraktionen einverstanden.

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