Neuenrade will erstmals Straßenwärter ausbilden

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Frank Staffel, Klaus Peter Korte und Bernd Uerpmann (re.) freuen sich auf ihren ersten Straßenwärter-Azubi.

Neuenrade -  Die Verantwortlichen der Stadt Neuenrade suchen für den Baubetriebshof einen Straßenwärter-Azubi. Die Stelle ist zum 1. August zu besetzen. Bisher hatten sie keinen Erfolg. Jetzt pressiert es.

Dabei gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Kandidaten nicht einfach – denn, auch wenn die Bezeichnung Straßenwärter etwas altertümlich klingt, so ist der Beruf doch anspruchsvoll. So ist zum Beispiel das Absolvieren des Lkw-Führerscheins (CE) Teil der Ausbildung – in dieser Ausbildung ist sozusagen noch ein weiterer Beruf als Zugabe enthalten.

Das ist sicher ein wichtiger Teil dieser Lehre, doch jede Menge andere Inhalte kommen hinzu. Straßenwärter-Azubis lernen, einen umfangreichen Fuhrpark mit den dazugehörigen Werkzeugen, Geräten und Maschinen zu bedienen, zudem werden Bau- und Instandhaltungsarbeiten vermittelt, ihnen wird gezeigt wie sie Grünflächen anlegen und pflegen können. Auch Winterdienst ist Thema. All das sind Tätigkeiten, welche die Azubis auch privat gut gebrauchen können.

Nicht schlecht ist auch die Vergütung. So erhält der Azubi im ersten Ausbildungsjahr aktuell rund 970 Euro, im zweiten Jahr knapp 1020 Euro und im dritten Jahr schon 1064 Euro. Für 2019 ist schon eine weitere Lohnerhöhung avisiert. Ausgelernte – also Gesellen – starten mit rund 2600 Euro.

An sozialen Leistungen verweist der Arbeitgeber auf eine Jahressonderzahlung und Vermögenswirksame Leistungen. Urlaub gibt es 30 Tage.

Erstmals wollen die Fachleute des Baubetriebshofes damit einen Straßenwärter oder Straßenwärterin ausbilden. Bislang besorgten sich die Verantwortlichen der Stadtwerke die Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt. Doch inzwischen möchte man den künftigen Arbeitskräftebedarf zumindest teilweise auch mit eigenen Leuten decken.

Was die Ausbildung anbelangt, so kooperiert die Stadt nun mit der Straßenmeisterei NRW. Zudem: „Wir arbeiten mit heimischen Fachunternehmen zusammen, wenn es darum geht, noch spezielle Kenntnisse zu vermitteln“, sagte Bernd Uerpmann, der die Ausbildung leitet.

Während der Ausbildung kommt der angehende Straßenwärter recht weit herum. Die schulische Ausbildung erfolgt (zwei Tage pro Woche) am Hellweg Berufskolleg in Unna, eine überbetriebliche Ausbildung gibt's zudem im Ausbildungszentrum der Bauindustrie Hamm, wo das Programm von Vermessungstechnik über Pflasterarbeiten, Straßensicherungsarbeiten bis hin zu Maurer- und Betonarbeiten reicht; sowie bei der Deula, ein Bildungszentrum in Warendorf.

Die Schulungsabschnitte erstrecken sich teilweise über mehrere Wochen. Dabei ist Kost und Logis vor Ort gewährleistet, erläutern Bernd Uerpmann, Frank Staffel (Personalabteilung) und Klaus Peter Korte.

Übrigens: Arbeitsbeginn ist am Baubetriebshof um 7 Uhr, Feierabend ist um 16 Uhr. Der neue Azubi wird zwölf Kollegen haben. Teamfähigkeit wäre daher hilfreich. Auch handwerklich geschickt sollte ein Bewerber sein.

Bewerber schicken bitte die üblichen Unterlagen an den Bürgermeister der Stadt Neuenrade, Alte Burg 1, 58809 Neuenrade. Für weitere Infos steht Frank Staffel, Personalamt unter der Rufnummer 0 23 92 / 6 93 25 zur Verfügung.

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