Weitere Kameras

Diese Stadt im MK setzt auf mehr Überwachung

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Die alte Rathaustreppe und der Bereich der Burgschule werden seit dem vergangenen Jahr bereits von Kameras überwacht. Mehrere Hinweisschilder weisen die Bürger auf diese Überwachung hin

Neuenrade – Mehr Polizeipräsenz und die Videoüberwachung von „kriminalitätsbelasteten Örtlichkeiten“ – das wünschte sich die Neuenrader FDP in zwei entsprechenden Anträgen.

Über diese wurde am Mittwoch während der Ratssitzung im Saal des Hotels Kaisergarten zwar gesprochen, aber letztlich nicht abgestimmt. 

FDP-Vorsitzender Michael Hammer hatte die Verwaltung aufgefordert, Kontakt zum Landrat aufzunehmen, um zu erreichen, dass die Stelle des zweiten Bezirksdienstbeamten in Neuenrade wieder besetzt wird. Die Zahl der Straftaten sei im vergangenen Jahr in der Hönnestadt um mehr als 30 Prozent gestiegen, argumentierte Hammer. 

Verwaltung ist bereits "am Ball"

„Wir sind am Ball“, versicherte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU), dass die Verwaltung schon lange mit Landrat Thomas Gemke im Gespräch sei. Allerdings verwies er auf die „schwierige personelle Situation bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen“. Es würden zwar Polizeibeamte eingestellt, aber „es dauert leider alles sehr lange“, stellte der Bürgermeister fest. 

Er sehe deshalb momentan nicht, dass die zweite Stelle für den Bezirksdienst in Neuenrade besetzt werden könne. Deshalb denke die Stadtverwaltung über zusätzliche Kontrollen durch Ordnungsamtsmitarbeiter in den Abendstunden nach. 

Überwachung soll ausgebaut werden

Dass die Videoüberwachung der alten Rathaustreppe und der Burgschule „etwas gebracht hat“, stellte Antonius Wiesemann mit Blick auf die zweite FDP-Forderung fest. Deshalb habe sich die Verwaltung bereits vor dem Eingang des entsprechenden Antrags dazu entschlossen, die Kameraüberwachung auszubauen. 

Der Bürgermeister bat die städtische Juristin Ira Valsamidou um weitere Erläuterungen. Sie erklärte, die Prüfung einer möglichen Kameraüberwachung habe bereits vor längerer Zeit begonnen. „Es ist rechtlich und praktisch eine umfassende, riesige Prüfung“, verdeutlichte die Juristin. Es gelte, viele Dinge zu beachten. 

Auch Gespräche sollen es richten

So dürfe beispielsweise der Bereich der Niederheide nur in Zeiten überwacht werden, in denen dort kein Schulbetrieb stattfindet. „Außerdem muss jeder Mensch wissen, dass er sich in einen überwachten Bereich begibt“, erklärte Valsamidou und nannte weitere Kriterien, die zwingend beachtet werden müssten. 

Abschließend machte Bürgermeister Wiesemann deutlich, dass er künftig nicht nur auf Überwachung setzen wolle. Er habe Jugendliche zum Gespräch ins Rathaus eingeladen. „Sie wünschen sich einen Ort, wo sie sich treffen können“, berichtete Wiesemann von ersten Ergebnissen dieses Austausches. 

Kontakte mit Jugendlichen knüpfen

Jetzt gelte es – auch mithilfe von Daniel Schwebe, der für die mobile aufsuchende Jugendarbeit im Stadtgebiet zuständig ist – weitere Kontakte zu den Jugendlichen in der Hönnestadt zu knüpfen und mögliche Treffpunkte zu schaffen.

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