Corona-Schutzverordnung verschärft

Vor dem Schützenfest-Wochenende: Stadt Neuenrade schränkt das Feiern ein

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Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU).

Neuenrade – Die Stadt Neuenrade hat vor dem kommenden Schützenfest-Wochenende in der Kernstadt die Corona-Schutzverordnung verschärft.

Speziell für die Nutzung städtischer Räumlichkeiten gelten nun klare Regelungen und Höchstgrenzen für die Besucherzahl. 

So werden der Kulturschuppen, die Villa am Wall und das Bürgerhaus in Altenaffeln nur noch für Feierlichkeiten bis maximal 50 Personen vermietet. „Bereits angemeldete Veranstaltungen können unter Berücksichtigung des Vertrauensschutzes nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt durchgeführt werden“, teilte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) am Dienstagnachmittag mit. 

Regelung wird in Mietverträgen festgehalten

Für die Mehrzweckhalle und die Aula der Hönnequell-Schule liegt die Obergrenze nun bei 100 Personen. In der ehemaligen Schule in Blintrop dürfen maximal noch 30 Personen feiern. „Diese Regelung wird in den Mietverträgen festgelegt und ist bis auf Weiteres verbindlich. Es sind jeweils die geltenden Hygienevorschriften zu beachten“, so Wiesemann weiter. 

Auf die städtischen Sportstätten (mit Ausnahme des Freibades Friedrichstal) hat die neue Corona-Schutzverordnung ebenfalls Auswirkungen. So dürfen alkoholische Getränke und Speisen auf zunächst unbestimmte Zeit nicht verkauft werden. Alkoholfreie Getränke sind von diesem Verkaufsverbot ausgenommen. 

Private Feiern bis maximal 150 Personen

An privaten Feiern wie Jubiläum, Hochzeit, Geburtstag oder Kommunion in gastronomischen Betrieben dürfen maximal 150 Personen teilnehmen. Allerdings nur, wenn eine einfache Rückverfolgung der Besucher möglich ist und die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. „Nur dann ist auf auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu verzichten“, so der Bürgermeister. 

Feiern auf privaten Grundstücken sollten sich an den Abstandsregeln orientieren und möglichst mit maximal zehn Personen aus zwei Haushalten oder einer Familie stattfinden. Wiesemann weist in diesem Zusammenhang explizit auf die traditionell vielen Schmückstellen im Stadtgebiet vor dem Festwochenende hin. „Gerade bei den Feierlichkeiten wie zum Beispiel Schmücken kann aus einer kleinen privaten Feier eine öffentliche und frei zugängliche Veranstaltung werden“, warnt das Stadtoberhaupt. Denn in solchen Fällen müsse die Einhaltung sämtlicher geltender Hygienevorschriften gewährleistet werden. 

Kein offizielles Programm

Gleiches gelte auch, wenn private Feiern wie ein Event organisiert werden und Unterhaltungsprogramm geplant ist. So gibt es im Rahmen des Festwochenendes der Neuenrader Schützengesellschaft (NSG) bekanntlich immer auch das Antreten der Kompanien Unterstadt und Oberstadt, bei den besondere „Vergehen“ mit lustigen Strafen geahndet werden. 

Die NSG hatte ihr Schützenfest-Wochenende coronabedingt bereits Ende April komplett abgesagt. Ein offizielles Programm wird es am kommenden Wochenende deshalb nicht geben. Über die gesamte Kernstadt verteilt sind allerdings viele private Feierlichkeiten geplant. Ob und in welcher Form die Einhaltung der verschärften Corona-Schutzverordnung kontrolliert werden soll, ließ Wiesemann zunächst offen.

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