Arbeiten auch am Bahnhof Neuenrade

Stadt plant Park+Ride-Anlage am Küntroper Bahnhof

Der wilde Parkplatz am Küntroper Bahnhof Neuenrade soll mittelfristig als echter Parkplatz hergerichtet.
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Der wilde Parkplatz am Küntroper Bahnhof soll mittelfristig als echter Parkplatz hergerichtet werden.

An den Bahnhöfen in Küntrop und Neuenrade soll die Parkplatz-Situation verbessert werden. Das hat sich die Stadt Neuenrade zumindest vorgenommen.

In einem unzumutbaren Zustand sei der Parkplatz am Bahnhof Küntrop: Tiefe Löcher und unbefestigt. Der Zustand der Fläche sei so schlecht, dass man dort nicht mehr parken könne. Zudem würde das Gelände als Lagerplatz durch das Unternehmen Westnetz genutzt, teilte ein verärgerter Leser der SV-Redaktion mit.

„Wenn ich dort versuche, mein Kind zum Bahnhof zu bringen ist das eine einzige Katastrophe! Ein riesen Chaos am Morgen und Abend.“ Und vor allem sei das absolut gefährlich. „Alle parken auf der Straße.“ Ein Kind sei unlängst fast von einem Lkw angefahren worden“, berichtete Hans Meier. Das alles sei schlimm, deshalb bringe er seine Tochter fast immer zum Garbecker Bahnhof und hole sie dort auch wieder ab.

Fläche ist offiziell gar kein Parkplatz

Indes: Tatsächlich handelt es sich bei dem als Parkplatz bezeichnetem Gelände gar nicht um einen Parkplatz. Marcus Henninger, Bauamtsleiter der Stadt Neuenrade, sagte auf Nachfrage: „Das ist formal gar kein Parkplatz. Das Gelände zwischen Bahnlinie und Kreisstraße hat sich dort lediglich als Parkplatz etabliert. “

Der Parkplatz am Bahnhof Neuenrade hat auch schon bessere Zeiten gesehen.

Gleichwohl habe man mit Bahn und Märkischem Kreis gesprochen, ob dort nicht ein Park+Ride-Parkplatz mit ordentlichem Bodenbelag, Entwässerung und entsprechenden Markierungen entstehen könnte. Nach einem Ortstermin mit Vertreten von Bahn und Märkischem Kreis sei klar, dass die Stadt dort einen Parkplatz errichten dürfe und dies auch in Angriff nehmen wolle. „Wir werden Fördermittel beantragen“, so Henninger. Die grundsätzliche Herrichtung des Parkplatzes würde wohl um die 40 000 Euro kosten.

Kosten von rund 70.000 Euro

Dass momentan der Stromversorger Westnetz dort ein Lager für die Baustelle habe, hält Henninger für nicht verwerflich: „Irgendwo müssen die ja ihr Material für die Baustelle ablegen. So werden sie auch eher fertig.“

In den Blick genommen haben die Verantwortlichen des Bauamtes auch die Parkfläche neben dem Kopfbahnhof in Neuenrade. „Da sind wir ohnehin dran.“ Auch hier ist der Parkplatz nicht gerade vom Feinsten. Eine Herrichtung würde 70 000 Euro kosten. Henninger betonte allerdings auch, dass das alles nicht so flott umgesetzt werden könne. „Mittelfristig“, sei hier der passende Begriff.

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