Einsparung

Neuenrade muss sich weniger Geld für Investitionen leihen

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Unvorhergesehen teurer wird die Sanierung des Dachs an der Burgschule.

Neuenrade - Investitionen von mehr als 2,2 Millionen Euro hatte die Stadt Neuenrade für 2017 geplant. Weil Planung und Realität nicht immer übereinstimmen, muss jetzt nachgebessert werden.

Tablet-PCs statt Laptops, ein Vorführgerät als Ersatz für eine alte Kehrmaschine – die Stadt hat 2017 an vielen Stellen gespart. Woanders sind die Investitionen größer geworden oder wurden einfach vertagt.

Um die Investitionen zu bezahlen, wollte die Stadt Darlehen in Höhe von 254.500 Euro aufnehmen. Diese Summe soll nun um fast die Hälfte auf 108.700 Euro reduziert werden.

Dafür müssen aber auch die Steuereinnahmen stimmen, so die Beschlussvorlage mit einer Liste von insgesamt 15 Projekten, die der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch zur Kenntnis nehmen soll.

I-Pads statt Laptops an der Hönnequell-Schule

Sparpotenzial haben die Verantwortlichen in der Hönnequell-Schule ausgemacht: Statt eines Klassensatzes Laptops wurden I-Pads angeschafft. Diese und weitere Einsparungen insbesondere bei der EDV-Technik lassen die Kosten für die Einrichtung der Schule von 48.600 auf 20.000 Euro sinken.

Der Bauhof konnte 15.000 Euro beim Kauf einer neuen Kehrmaschine sparen, indem ein Vorführfahrzeug bestellt wurde. Für die alte Maschine rechnen die Verantwortlichen mit einem Verkaufserlös von 8000 Euro.

Viele Summen sind deutlich niedriger als angesetzt, lassen sich aber eher unter dem Motto „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ verbuchen: So hat sich in vielen Fällen die Zeitplanung verändert, sodass die Investitionen nicht in diesem Jahr anfallen, sondern erst später.

Viele Ausgaben werden nur verschoben

Auch dafür liefert die Hönnequell-Schule ein Beispiel: Ein großer Teil der geplanten baulichen Maßnahmen soll erst nach 2018 ausgeführt werden, im laufenden Jahr sollen „lediglich“ 60.000 Euro in kleinere Restarbeiten und neue Brandschutztüren investiert werden.

Ähnlich gestaltet sich die Situation bei den Gehweg-Arbeiten am Hüttenweg: 2017 fällt mit 100.000 Euro nur knapp ein Drittel der ursprünglich geplanten Ausgaben an, weil der Ausbau deutlich länger dauert als vorgesehen.

Der Großteil wird in den Haushaltsplan für 2018 einfließen müssen, gleichzeitig fällt wahrscheinlich ein Zuschuss des Landes weg. Auch an der Freiheit in Affeln werden die Investitionen ins nächste Jahr verlegt.

Die Hönne-Renaturierung wird früher fertig

Das genaue Gegenteil tritt bei der Renaturierung der Hönne ein: Weil die Baumaßnahme komplett 2017 abgewickelt werden soll, steigen die Kosten in diesem Jahr auf 269.000 Euro. Der Landeszuschuss kann dafür entsprechend schon komplett abgerufen werden, was die Mehrkosten kompensiert.

Wirklich teurer wird es an der Burgschule: Die Dachsanierung am Altbau wird wohl mehr kosten als geplant. Wie aus der Vorlage hervorgeht, konnte die Ursache aber erst beim Entfernen des alten Daches festgestellt werden.

An der Burgschule wird es teurer

Zusammen mit einer Restzahlung in Höhe von 30.000 Euro für die Erneuerung der Fenster steigen die Kosten um 40.000 auf 354.000 Euro.

Die Verantwortlichen weisen jedoch auch darauf hin, dass alle in der Vorlage genannten Zahlen nur Prognosen darstellen und weitere Verschiebungen nicht auszuschließen seien.

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