Arbeiten für Sommer geplant

Stadt investiert in neuen Kunstrasen in Affeln

Der Sportplatz in Affeln bekommt einen neuen Kunstrasenbelag. Darüber freuen sich auch Ortsvorsteher Stefan Kemper (rechts) und sein Mitstreiter Alexander Bender.
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Der Sportplatz in Affeln bekommt einen neuen Kunstrasenbelag. Darüber freuen sich auch Ortsvorsteher Stefan Kemper (rechts) und sein Mitstreiter Alexander Bender.

Nach fast 20 Jahren hat der arg ramponierte Kunstrasenplatz auf der Sportanlage in Affeln in Kürze ausgedient: Der Auftrag ist vergeben, in diesem Sommer soll der Platz erneuert werden.

2002 erfolgte der Umbau des Platzes Auf der Stummel von Asche in Kunstrasen. Kalkuliert hatte man damals mit einer Lebensdauer des künstlichen Grüns von etwa 15 Jahren. Mittlerweile hat der Platz fast zwei Jahrzehnte auf dem Buckel und ist der älteste Kunstrasen in der Hönnestadt. „Entsprechend ist der Zustand“, stellt CDU-Pressesprecher Domenic Troilo fest. Die grünen Halme verschwinden zum Teil unter einer Sandschicht. An den Platzrändern gibt es einige Ecken, an denen der Kunstrasen ausfranst.

„Bei sieben Tagen Spielbetrieb außerhalb der Corona-Zeit, sieht man die Zeichen der Zeit ganz deutlich“, ist Ortsvorsteher Stefan Kemper (CDU) froh, dass der Kunstrasen während der spielfreien Monate im Sommer ausgetauscht wird. Die Erneuerung des Platzes sei oft geschoben worden. Schon der frühere Ortsvorsteher Josef Hochstein hatte das Thema vor Jahren zur Sprache gebracht.

Kork keine Option: Platz wird wieder mit Sand verfüllt

Der neue Kunstrasenplatz wird wie zuvor auch wieder mit Sand verfüllt, nachdem der Untergrund, die Elastikschicht, erneuert und aufbereitet wurde. Kork war aufgrund der windigen Lage des Platzes keine Option. Plastikgranulat scheidet aus Umweltgründen aus.

Die Neuenrader Stadtverwaltung hatte vergeblich versucht Landes-Fördermittel für die Erneuerung zu ergattern, war bereits 2020 nicht zum Zug gekommen. „Für 2021 gab es dann doppelt so viele Förderanträge wie Geld vorhanden war“, erklärt Kämmerer Gerhard Schumacher. Und obwohl die Verwaltung der Erneuerung des Affelner Kunstrasenplatzes höchste Priorität einräume, habe der Rat letztlich entschieden, die Fördermittel aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020/2021 für die Sanierung des Waldstadions zu beantragen. „Der Fördergeber hatte durchblicken lassen, dass ein Projekt, von dem vorrangig ein einzelner Verein und eine Sportart profitieren würden, wohl eher nicht berücksichtigt werde.“

Im Haushalt stehen 357.000 Euro für das Projekt

Um das Projekt dennoch realisieren zu können habe man beschlossen, auf städtische Mittel zurückzugreifen. 357 000 Euro seien in den Haushalt eingestellt worden. „Etwa 250 000 Euro wird der neue Belag kosten. Darin ist der Eigenanteil für die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED-Technik enthalten“, erklärt der Kämmerer. Für diese Umstellung, die insgesamt etwa 40 000 Euro kosten soll, könne man auf eine 40-prozentige Förderung des Projektgebers Jülich zurückgreifen. Schumacher: „Wenn der Belag erneuert wird, ist es sinnvoll, in einem Zug die Flutlichtanlage umzustellen.“ Über ein weiteres Bonbon dürfen sich die Affelner ebenfalls freuen: Im Zuge der Platzsanierung sollen auch neue Tore angeschafft werden.

Alexander Bender, der Kemper bei dessen Arbeit als Ortsvorsteher unterstützt und als Trainer beim SV Affeln aktiv ist, erklärt, dass die Erneuerung des Platzes eine gesellschaftlich wichtige Komponente im Dorf sei: „Viele andere Vereine unserer Größe bilden Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen, um überhaupt genug Aktive zusammen zu bekommen. Affeln stellt viele eigene Mannschaften und das zeigt, wie gut das alles hier angenommen wird und wie sehr sich die Menschen mit dem Leben rund um den Sportplatz identifizieren.“

Positive Entwicklung soll weitergehen

Mit dem neuen Kunstrasenplatz solle auch die positive Entwicklung des Klubs weitergehen, hofft Kemper. Dabei verweist er auf die Senioren, die „aus der Kreisliga A hoch in die Bezirksliga wollen und andere Spieler, die hier auf ihre Anfänge zurückblicken vermehrt zurück auf die Stummel wechseln“. Mit dem neuen Platz gehe diese Entwicklung weiter, „da sind wir uns ganz sicher, denn der Sportplatz ist nicht nur ein Bewegungsfeld für den SV Affeln, sondern ein wesentlicher Bestandteil unseres Dorflebens“.

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