Einwohner sensibilisieren

Sauberkeit in der Stadt: „Appell an Bürgerpflichten“

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Im Stadtpark wird auf die Pflichten hingewiesen, sogar Kotbeutel gibts hier.

Neuenrade - Der Bürgermeister und Mitarbeiter der Verwaltung appellieren an die Bürger, an der Sauberhaltung der Stadt zu beteiligen. Missachtungen können schnell teuer werden.

Wer seinen Müll irgendwo auf dem Stadtgebiet entsorgt, der wird flott zur Kasse gebeten. Wer den Bürgersteig nicht ordentlich von Schnee und Eis befreit, wer im Sommer Unkraut und Moosbelag auf dem Gehweg vor seiner Haustür ignoriert, der wird belangt. Auch, wer die Hinterlassenschaften seines Hundes nicht entfernt, muss zahlen.

Am Donnerstag sah sich Bürgermeister Antonius Wiesemann genötigt, auch weil es angesichts diverser Leserbriefe offenbar Thema in der Stadt ist, noch einmal an die Bürgerpflichten zu appellieren.

Bürgermeister: Keine „dreckige Stadt“

Zwar teile er persönlich nicht die Einstellung mancher, die Neuenrade „als dreckige Stadt“ titulieren würden, gleichwohl möchte er, da ja auch Gertrüdchen vor der Tür stehe und viele Auswärtige Neuenrade besuchen würden, hier noch einmal „die Bürger sensibilisieren“. Man wolle sich vor dem Fest ordentlich präsentieren.

Zur Seite standen ihm dabei: Sabine Rogoli, Ordnungsamt der Stadt, und ihr stadtbekannter Mitarbeiter Horst Scherk, der im Stadtgebiet patrouilliert. Auch Klaus Peter Korte, städtischer Baubetriebshof, war dabei.

Offenbar gibt es da doch den einen oder anderen Punkt: So verwiesen Sabine Rogoli und Bürgermeister Wiesemann darauf, dass Grundstückseigentümer dafür Sorge tragen müssten, dass Büsche und Bäume nicht in den Verkehrsraum hineinragen dürften.

Horst Scherk, Sabine Rogoli, Klaus Peter Korte und Antonius Wiesemann (von links) erinnern an die Bürgerpflichten, die in Satzungen geregelt werden.

So nütze auch die schönste Straßenlaterne nicht, wenn sie zugewachsen sei. Insbesondere, wenn es um die Verkehrssicherheit geht, versteht man beim Ordnungsamt dann auch keinen Spaß. Der von Moos zugewachsene oder von Löwenzahn überzogene Bürgersteig geht nicht.

Der Gehweg ist vom Grundstückseigentümer sicher begehbar zu halten. All das steht in der Satzung. Ermessen spiele dabei natürlich eine Rolle, bestätigt Sabine Rogoli. Der grüne Teppich werde nicht akzeptiert. Aber lupenrein muss wohl auch nicht unbedingt sein.

Hundekot ist dabei auch ein Thema – vor allem im Stadtpark. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass dort ja auch die Grundschüler während der Pause spielen würden und im schlimmsten Fall den Hundekot in den Profilsohlen in die Klassenräume tragen würden.

Auch Bußgelder können verhängt werden

Die Stadt reagiere bei Kenntnis von Verunreinigungen natürlich flott. Und der eine oder andere werde erwischt, weil er eindeutig ihm zuzuordnende Indizien im Müll hinterlasse. 150 Euro Bußgeld wurden auch schon mal verhängt. 

Zunächst allerdings versuchen es Rogoli und Co immer im Guten. In den meisten Fällen helfe das Gespräch und bei der Nachkontrolle sei meist alles erledigt. Auch bei Müll auf Privatgrundstücken wie in der Altstadt werde man aktiv. Zwar könne man in solchen Fällen nur eingeschränkt tätig werden – doch auch hier wirke ein Gespräch Wunder, sagte Horst Scherk

Von Peter von der Beck

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