Sporttest

Polizisten stellen ihre Fitness unter Beweis

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Trotz teils heftiger Regenschauer gaben die mehr als 100 Polizeibeamten aus dem gesamten Kreisgebiet gestern im Neuenrader Waldstadion alles.

Neuenrade - Polizisten müssen für ihren Dienst fit sein. In Neuenrade haben Polizeibeamte aus dem Märkischen Kreis ihren Sporttest abgelegt. Dafür mussten sie einiges leisten.

Mehr als 100 Polizisten sind am Mittwoch ins Neuenrader Waldstation und ins Freibad gekommen. „Jeder Polizeibeamte bis zum Alter von 55 Jahren muss einmal im Jahr zum Fitness-Test“, erklärt der Sportbeauftragte Manfred Lopatenko. Das verlangt das Innenministerium. Für ältere Kollegen ist der Test freiwillig.

Für den Leistungsnachweis müssen die Beamten entweder die Vorgaben des Deutschen Sportabzeichens – mindestens in Bronze – oder des Cooper-Tests erfüllen. Dabei werden mehrere Disziplinen geprüft. Für das Sportabzeichen sind Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination gefragt. In jeder Disziplin stehen mehrere Sportarten zur Auswahl.

Dafür, dass alles korrekt vonstatten geht, sorgen die vielen Helfer, die unter anderem der TuS Neuenrade und der Stadtsportverband stellen. Waltraud Krekel und Franz Olbrich zählen gerade die Runden, die die Teilnehmer beim 3000-Meter-Lauf absolvieren.

Die Leistungen sind vom Alter abhängig

Die zu erbringenden Leistungen sind jeweils Abhängig vom Alter. „Ein 30- bis 34-jähriger Mann muss für Bronze die 3000 Meter in 18 Minuten und 40 Sekunden schaffen“, erklärt Franz Olbrich.

Gleichzeitig werden an einer anderen Stelle im Stadion Schleuderbälle geworfen. Fast übereifrig wirft einer der Teilnehmer das Sportgerät – in die falsche Richtung. Beim nächsten Wurf wird es besser. Auch Nordic Walking, Weit- und Hochsprung gehören zum Programm.

Sporttest für Polizisten des Märkischen Kreises

Immer wieder fegen Regenschauer über das Stadion. Einige nutzen die Zeit, um im Trockenen ihr biologisches Alter ausrechnen zu lassen. Ein Computer ermittelt die Fitness der Probanden. Dafür werden Puls, Blutdruck und Körperfett gemessen.

Über verschiedene Tests wird die Kraft festgestellt. Am Ende gibt es einen siebenseitigen Ausdruck, der Aufschluss darüber gibt, wie alt der Teilnehmer aus biologischer Sicht ist und wo er sich noch verbessern kann.

Wer nicht besteht, wird zusätzlich gefördert

Wieder andere verschlägt es ins Freibad, wo sie die Schwimm-Prüfungen ablegen können. Julia Loks, Petra Reinwald und Marc Meiners von der Polizei im Märkischen Kreis wachen genau über die erreichten Zeiten. Auch ihr Eindruck von der Fitness ihrer Kollegen ist gut.

Organisator Manfred Lopatenko kann das bestätigen: „In der Regel bestehen 95 Prozent der Beamten diese Tests.“ Wer es nicht schafft, nimmt an einem Förderprogramm teil. „Wir brauchen fitte Beamte“, findet auch der leitende Polizeidirektor im Märkischen Kreis, Michael Kuchenbecker, der diesmal verletzungsbedingt aussetzt.

Dabei gehe es keinesfalls um Hochleistungssport, betont Kuchenbecker: „Wichtig ist, dass man sich bewegt und Sport macht.“

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