Burgschule und Grundschule Altenaffeln

Beim Sportfest steht der Teamgeist im Mittelpunkt

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Einzelkämpfer oder sportliche Höchstleistungen waren nicht gefragt. Vielmehr ging es darum, als Team zusammenzuarbeiten und Aufgaben gemeinsam zu bewältigen.

Neuenrade - Sportlich ging es am Dienstag für die rund 440 Schüler von Burgschule und Grundschule Altenaffeln zur Sache. Sportliche Höchstleistungen waren dabei nicht unbedingt nötig.

Gleich am Eingang zum Sportfest im Waldstadion wird es actionreich: Die Kinder sollen sich gegenseitig auf Rollbrettern über eine vorgegebene Strecke zum Ziel schieben. Das klappt nicht sofort: Ein Junge landet auf der Grünfläche neben der Strecke, ein anderer rollt direkt übers Ziel hinaus – auf die Strecke, an der eine andere Gruppe gerade die gleiche Aufgabe bewältigt.

Damit alle 37 Gruppen gleichzeitig beschäftigt sind, gibt es jede der zwölf Stationen dreimal. Station 13 ist die Pausenstation. Die Teams bestehen aus zehn bis zwölf Schülern. Ihre Mitstreiter haben die Jungen und Mädchen am Morgen zum ersten Mal getroffen.

Die Teams kannten sich vorher nicht

„So können sie andere Kinder kennenlernen und die Zusammenarbeit mit ihnen üben“, erklärt Sportlehrerin Jennifer Krause, die das Sportfest zusammen mit ihrer Kollegin Christina Preuß vorbereitet hat.

An dieser Station wurde es rasant.

Jeder Gruppe ist ein Tier zugeordnet. Die Seepferdchen zum Beispiel haben gerade die Aufgabe, mit einem Ball zwischen zwei Kegeln hin- und herzulaufen. Das klingt einfacher als es ist: Die Kinder sind mit einem großen Gummiband in einem Kreis aneinander gebunden und müssen den Ball wie beim Fußball zwischen sich hin- und herbewegen. Ohne Kommunikation geht da nichts.

„Ihr müsst schon miteinander reden“, mahnt Sandra Scheffler lautstark an. Sie ist eine von rund 30 freiwilligen Helferinnen und Helfern an diesem Vormittag. Das Schreien macht ihr nichts aus: „Ich bin eigentlich Schwimmtrainerin.“

Alle Lehrer sind im Einsatz

Zusätzlich ist das gesamte Lehrerkollegium im Einsatz. So geht, trotz anfänglicher Orientierungsschwierigkeiten, alles seinen geregelten Gang.

Bei einer anderen Übung geht es eher um Geschicklichkeit als um Bewegung: Ein Kugelschreiber soll, an einem mehrere Meter langen Seil hängend, zielgenau in eine Flasche eingeführt werden. Den meisten gelingt das: Die Teams sind mittlerweile gut eingespielt.

Sportfest von Burgschule und Grundschule Altenaffeln

Das bestätigt auch die Lehrerin Anna Wiesemann, die mit ihrer Walross-Gruppe unterwegs ist. „Sie sind natürlich supergut und total motiviert.“ Dass alle aus unterschiedlichen Klassen stammen, spielt kaum eine Rolle.

Jede Gruppe ist bunt gemischt, junge und ältere Schüler, Mädchen und Jungen sind gemeinsam aktiv. Die Freude ist allen Kindern anzusehen.

Hier mussten die Kinder geschickt sein.

Nur ganz wenige Gesichter sind traurig oder eher schmerzverzerrt: Wespenstiche sind diesmal beim Sportfest besonders häufig. Manfred Berkenkopf ist hauptberuflich Lehrer, hier aber als Ersthelfer dabei. „Die Insekten sind in diesem Jahr besonders aggressiv“, sagt er.

Im gleichen Moment kommen drei Mädchen zu ihm – mit Wespenstichen. Immerhin: Schlimme Verletzungen bleiben ihm und den Schülern diesmal erspart.

Einzelkämpfer sind nicht gefragt

An keiner der Stationen sind Einzelkämpfer gefragt, immer geht es um Kooperation. Genau das ist es, worauf es an diesem Tag ankommt, sagt Lehrerin Jennifer Krause. „Sie wachsen als Team zusammen und können zum Schluss sagen: ‚Wir schaffen das gemeinsam!‘“

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