Diskussion um Altstadt-Spielplatz

Spielplatz soll Parkplätzen weichen: Protest in Neuenrade

Der Spielplatz an der Ecke Dritte Straße/Neuer Weg soll aufgegeben werden.
+
Der Spielplatz an der Ecke Dritte Straße/Neuer Weg soll aufgegeben werden.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Das Ergebnis bleibt gleich. Am Ende muss wohl der Spielplatz an der Ecke Dritte Straße/Neuer Weg den Autos weichen.

Immerhin wird nur ein paar Meter weiter eine neue Spielmöglichkeit auf dem Bürgermeister-Schmerbeck-Platz im Zuge der Neugestaltung entstehen.

Einige Kinder und Erwachsene protestieren jedoch gegen die Abschaffung des Spielplatzes, der den Verlust einer Handvoll Parkplätze am Schmerbeckplatz kompensieren soll. Die fallen bei der Neugestaltung des Platzes weg.

Protestler übergeben Unterschriften

Janine Lohmann hatte zusammen mit den Grünen den Protest am Sonntag auf dem Spielplatz organisiert. In dieser Woche übergaben Lohmann und ihre Mitstreiter im Rahmen der Sitzung des Ausschusses Schule, Sport, Jugend und Soziales die auf einer Tapetenrolle gesammelten Unterschriften an Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU).

Die Tapetenrolle mit den Protestunterschriften nahm Bürgermeister Antonius Wiesemann entgegen.

Wiesemann hörte sich die Kritik der Protestler an, verwies jedoch auf die Alternativen, wie den Spielplatz an der Ecke Gartenweg/Lange Gasse gleich neben dem Altstadtviertel. Eine baldige Aufwertung dieses Spielplatzes sei geplant. Auf der anderen Seite der Bundesstraße gebe es Spielmöglichkeiten. Und die Spielgeräte, die in der Altstadt wegfallen, würden an anderer Stelle in Neuenrade wieder aufgestellt.

Spielplatz-Bedarf weiterhin gedeckt?

In der Sitzung ging es auch um die Anfrage der Grünen, ob denn der Spielplatz-Bedarf in der Altstadt auch nach dem Wegfall des Spielplatzes an der Ecke Dritte Straße/Neuer Weg gedeckt sei. Dass es nun kein aktuelles Spielplatzkonzept gebe, sei der schlichten Tatsache geschuldet, dass der Förderantrag für das Spielplatzkonzept im Rahmen der Programme Isek (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) und Ikek (Integriertes kommunale Entwicklungskonzept) nicht bewilligt worden sei, sagte Wiesemann. Der Förderantrag werde im kommenden Jahr nochmals gestellt. Zudem erklärte Wiesemann, die Umwandlung des Spielplatzes in Parkfläche im Zuge der Schmerbeck-Platz-Sanierung geschehe im politischen Konsens.

Bernhard Peters, Fraktionschef der Freien Wähler, sagte, dass er das Altstadt-Konzept grundsätzlich begrüße, aber man die Schaukel doch vielleicht noch dort unterbringen könnte. Marcus Dunker (CDU) verwies nochmals darauf, dass die Abschaffung des Spielplatzes Teil des Umbaukonzeptes für den Bürgermeister-Schmerbeck-Platz sei und es mit dem Spieplatz am Gartenweg eben die Alternative gebe.

Thema Anwohnerparkplätze

Grünen-Sprecher Tom Reißmann brachte noch das Thema Anwohnerparkplätze zur Sprache. Das würde Fremdparker fernhalten. Er ließ so durchblicken, dass sich zumindest für die Anwohner die Parkplatzsituation so entschärfen würde. Zudem gab er zu bedenken, dass sich durch die Alternativspielplätze die Wege für Eltern und Kinder verlängern würden. „Deshalb wird ja der Spielplatz Gartenweg/Lange Gasse aufgewertet“, entgegnete der Bürgermeister.

Bleibt der Hinweis, dass die Stadt Neuenrade ein Parkplatzkonzept erstellen lassen will, um die Situation auch in der heimischen Altstadt zu bewerten. Mit der Erstellung wurde bislang allerdings noch nicht begonnen. Denn die Corona-Situation mit teilweise reduziertem Verkehr hätte sonst zu verfälschten Parkplatz-Abbildungen führen können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare