Unterschiede bei der Ausstattung

Spielplätze verstärkt im Fokus

Der Spielplatz im Bereich der Altstadt auf dem Eckgrundstück Dritte Straße/Neuer Weg soll Parkplätzen weichen. Allerdings machen sich die Grünen für den Erhalt stark.
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Der Spielplatz im Bereich der Altstadt auf dem Eckgrundstück Dritte Straße/Neuer Weg soll Parkplätzen weichen. Allerdings machen sich die Grünen für den Erhalt stark.

Der Spielplatz ist schon idyllisch gelegen. Ein Eckgrundstück, eingefasst mit Hecken, zwei Bänke für die Mütter und Väter, eine Doppelschaukel und eine stabile Rutsche von 1971 – fertig.

Ob dieser Spielplatz an der Dritten Straße frequentiert wird, lässt sich schlecht sagen. Er ist aber der einzige im Umkreis.

Er soll nun weg und einem Parkplatz weichen, weil durch die Neugestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes Parkplätze wegfallen und dort auch ein neuer Spielplatz entsteht. Nicht nur an Spielplätzen mangelt es in der Altstadt, sondern auch an Parkplätzen. Und es gibt schon Streit, denn die Grünen möchten den Spielplatz dort behalten. Sicher ein Diskussionspunkt bei der Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Jugend und Soziales am Montag, 14. Juni, ab 17 Uhr im Saal des Hotels Kaisergarten.

Spielplätze werden regelmäßig überprüft

Spielplätze sind auf jeden Fall Thema in der Stadt. Sie werden gepflegt, jährlich werden die Plätze begutachtet. Erst jüngst wurde dabei eine Schaukel gesperrt, weil man sie noch genauer unter die Lupe nehmen wolle, hieß es. Man sei da übervorsichtig. Auch so werden die Spielplätze alle paar Wochen vom Baubetriebshof gecheckt und zudem sei man dankbar, wenn Eltern auf Missstände hinweisen würden. „Wir sehen ja auch nicht alles“, sagt Klaus Peter Korte (Bauamt) und findet es gut, wenn sich Bürger melden würden. Ein Anruf genüge. Ohnehin haben die städtischen Mitarbeiter nun viel an den Spielplätzen zu tun. Das Gras wächst schnell.

Es gibt einen Spielplatzbedarfsplan, der allerdings aus dem Jahr 2016 stammt. Etwas mehr als 20 Spielplätze, so schätzt Klaus Peter Korte, sind auf dem Gemeindegebiet vorhanden. Ob das reicht, ist nicht immer leicht zu beurteilen. Kinder werden größer. An einer Stelle sinkt der Bedarf, an anderer Stelle steigt er wieder, das lehren die Diskussionen der vergangenen Jahre.

Ausgestattet mit einigen neuen Spielgeräten: Der Spielplatz in der Affelner Dorfmitte.

Wieder mehr Kinder in Neuenrade

Der Bedarf könnte unter dem Strich nun wieder steigen, immerhin gibt es wieder mehr Kinder in der Stadt, eine große Kita ist inzwischen hinzugekommen, eine weitere Kita wird demnächst gebaut. Bei der Ausstattung der Kinderspielplätze gibt es allerdings erhebliche Unterschiede: Da sind jene mit dem 70er-Jahre-Charme wie in der Altstadt, der nicht gerade üppig ausgestattete Platz an der Langen Gasse oder der Platz in der Ortsmitte von Affeln mit einigen nagelneuen Geräten. Es gibt Innovatives wie das Spielareal im Bereich der Hönnequell-Schule, auch durchaus üppig ausgestattete Plätze mit Affenschaukel und weiteren Spielmöglichkeiten. Laut Plan gibt es mehrere Arten von Spielplätzen. Und es gibt in Neuenrade eine Formel. Je kürzer die Beine der Kinder, umso näher sollte ein Spielplatz liegen: Im Spielplatzbedarfsplan gibt es für Kleinkinder einen Einzugsbereich von 200 Metern, für Grundschüler von 400 Metern und für ältere Kinder sind es 1000 Meter.

Eigentlich wollte die Stadt auch ein Spielplatzkonzept erstellen lassen, doch die Förderung wurde nicht bewilligt, sagt Bauamtsleiter Marcus Henninger.

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