Der spezielle Neuenrader Immobilienmarkt

Immer wieder Anfragen. Auch aktuell gibt es zu dieser Immobilie Überlegungen.

NEUENRADE ▪ Der Neuenrader Immobilienmarkt ist durchaus interessant und weist ein breites Spektrum auf: Das reicht von der von der Zwangsversteigerung bedrohten Immobilie, die für ein Schnäppchen zu haben ist, bis hin zum Millionenobjekt mit eigenwilligem Baustil. Auch die eine oder andere augenfällige Industrie-Immobilie gibt es im Angebot.

Dazu gehört das Objekt an der Werdohler Straße, das dem einstigen geschichtsträchtigen Betrieb „Vaterland“ als Lager diente. Jetzt ist das Gebäude, das sich in der Obhut der Immobilienfirma Hellerforth aus Lüdenscheid befindet, lange ungenutzt. Doch das heißt nicht, dass es keine Interessenten für die 3000 Quadratmeter große Lager- und oder Produktionsfläche gibt – wie aus dem Hause Hellerforth zu erfahren war. Heiko Bremicker berichtete, dass es immer mal wieder Anfragen gebe. Und jüngst gebe es eben seitens eines Interessenten Überlegungen, da „etwas umzugestalten“. Mehr wollte der Immobilienfachmann nicht verraten. Was Industrie-Immobilien anbelangt, so sei der Markt im Märkischen Kreis sehr differenziert aufgestellt. „Das ist von Stadt zu Stadt, manchmal gar von Stadtteil zu Stadtteil, sehr unterschiedlich“.

Und die privaten Immobilien? Da hat Helmut Schäfer, Inhaber von Immobilien Schäfer aus Balve, offenbar einen guten Überblick über das Angebot in Neuenrade/Balve. Er habe viele Jahre für die Sparkasse gearbeitet, bevor er auf eigene Rechnung arbeitete. So hat er durchaus den demographischen Wandel im Blick, der sich natürlich auf den Markt auswirke. Es gebe immer mehr Ältere, die ihre Immobilie verkaufen wollten, weil sie sich kleiner setzen müssten und weil die Angehörigen nicht in der Nähe wohnen würden. So steigt das Angebot an Altimmobilien. „Kleine bezahlbare Häuser - dafür gibt es Nachfrage, solange sich die Preise in der Größenordnung zwischen 140000 und 150000 Euro bewegen“. Schäfer hat zwar auch Altbestände für ganz wenig Geld im Programm, das ist aber die Ausnahme.

Wie dem auch sei: Angesichts des historischen Zinstiefs, rechne sich die Angelegenheit gut. Was preislich darüber hinaus gehe, konkurriere durchaus schon mit Neubauten. Da gebe es moderate Angebote inklusive (Erbpacht)-Grundstück mit aktueller Haustechnik. Das würden ihm Interessenten dann schon aufs Butterbrot schmieren. Er verfolge aber für seine Kundschaft eine reale Preispolitik. Bevor er ein Objekt reinnehme, mache er eine ordentliche Marktpreisanalyse: „Ordentliche Produkte zu einem ordentlichen Preis“. Blickt Schäfer auf das vergangene Jahr zurück, so ist er sehr zufrieden. „Das war im vergangenen Jahr ein gutes Geschäft in Neuenrade“. Und für das kommende Jahr ist er optimistisch. Zudem sieht er einen Trend. „Viele Werdohler wollen nach Neuenrade“. Offenbar gebe es in Werdohl nicht das passende Angebot. Doch was die Neuenrader anbelangt, so seien viele ortsverbunden. Dass ein Neuenrader nach Balve ziehe, komme wohl nicht in Frage. Das habe noch historische Ursachen.

Was Immobilienfinanzierungen anbelangt, so ist das nach Schäfers Einschätzung auch kein Problem. Wer einen guten Job habe, bekomme sogar eine 100-Prozent-Finanzierung. ▪ Peter von der Beck

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