Spende für die  Gassenwächter

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Mitglieder der Frauen Union Neuenrade überbringen eine Spende für das Kiku-Projekt.

Neuenrade - Zu einer außergewöhnlichen Monatsversammlung der Frauen Union Neuenrade konnte die Vorsitzende Jana Rickert in der Kunstwerkstatt Kiku einige Mitglieder begrüßen und auch gutes tun: 650 Euro konnte sie an Kiku-Leiterin Irmhild Hartstein übergeben, die dieses Geld für die Gestaltung der „Gassenwächter“ investieren wird.

Diese Kunstprojekte werden in den nächsten Wochen von den Jugendlichen aus Holzblöcken gebaut und in den Gassen platziert. „Dort sollen sie für Sauberkeit sorgen“, stellte Hartstein die Idee vor. Dahinter verbirgt sich ein weiterer Gedanke: „Und die Jugendlichen achten auf ihre selbst gemachten Gassenwächter.“

 Sie sollen die Umwelt, die sie mitgestaltet haben, mit anderen Augen sehen. Außerdem gibt es für jeden Teilnehmer noch einen Kultur-Kompetenznachweis. Die Frauen Union, die einen Teil des Trödelmarkterlöses zu Gertrüdchen spendete, hatte zu diesem Anlass auch den Bürgermeister eingeladen, der über seine Arbeit berichtete. Drei Jahre ist Antonius Wiesemann am 23. Juni im Amt, „ein toller Job in einer lebenswerten Stadt Neuenrade“, sagte er dazu.

Zur Zeit würden neue Weichen für die Vernetzung der Jugendarbeit über das Jugendzentrum und der Kiku gestellt: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Der Bürgermeister ging in seinem Bericht aus dem Rathaus auch auf die Bevölkerungsentwicklung ein.

12 332 Einwohner hat Neuenrade, eine Zahl, die ihn ebenso positiv stimmt wie die der Geburten. Die 131 aus dem vergangenen Jahr würden auch diesmal wieder erreicht. Und: Mit 3800 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen sei Neuenrade gut aufgestellt. Für die Zukunft gelte es, die Strukturen der Schulen zu erhalten. Rund 450 Mädchen und Jungen gehen zur Burgschule (inklusive Altenaffeln). Rund 430 Schüler besuchen die Hönnequell-Schule und rund 270 Schüler die Waldorfschule.

„Die Waldorfschule ist ein Pfund für Neuenrade“, sagte Wiesemann und meinte damit sicher auch, dass Schüler dort auch ihr Abitur machen können. Mit Blick auf die nach wie vor nicht besetzte Schulleiterstelle an der Hönnequell-Schule zeigte er sich zuversichtlich, dass diese im nächsten Bewerberverfahren besetzt werden kann. Der Bürgermeister verteilte viel Lob an die Ehrenamtlichen, die sich vor zwei Jahren sehr für die Flüchtlinge als die neuen Mitbürger eingesetzt haben. „Hier wurde gute Arbeit geleistet“, sagte er dazu.

 In 2016 seien keine Neuzuweisungen erfolgt, sodass erst einmal Luft geholt werden konnte. Dafür wurden in den vergangenen vier Wochen wieder 50 neue Flüchtlinge untergebracht. Die Zahl ist damit auf 126 gestiegen. Ein weiteres Thema dieser Versammlung war das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept, bei dem die Bürger aus der Stadt und den Ortsteilen ihre Ideen mit einbringen sollen. Mit diesem Konzept werden Fördermittel für Investitionen erschlossen. Angesprochen auf die Umgehungsstraße, teilte Wiesemann mit, dass diese seitens der Verwaltung intensiv weiter verfolgt werde. Und „Aldi in Neuenrade?“ sei vorstellbar, aber noch nicht weiter spruchreif. Es fehle an einem ansprechenden Standort.

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