Kein Interesse an Bestrafung

Spektakulärer Unfall: Strafverfahren gegen Porschefahrer

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Bei dem spektakulären Unfall in der Höllmecke am 1. Oktober blieb das Unfallfahrzeug, ein Porsche, in einem Baum hängen.

Neuenrade - Schade um das schöne Auto: Wohl nach einem missglückten Überholmanöver auf den Serpentinen der Höllmecke kam der Porsche eines 35-jährigen Werdohlers am 1. Oktober von der Landstraße ab. Nach einer 50 Meter weiten Steilfahrt nach unten blieb er hochkant an einem Baum hängen.

Insgesamt 30 Einsatzkräfte und sechs Fahrzeuge der Feuerwehr, drei Rettungswagen und ein Notarzt waren vor Ort. Die Unfallstelle musste von den Rettern für mehrere Stunden gesperrt werden. 

Polizei schätzt Schaden auf 30 000 Euro

Auch eine Ölsperre musste damals in den Höllmecker Bach gesetzt werden, damit kein Öl in den Bachlauf oder in die Lenne gelangen konnte. Die Polizei schätzte den entstandenen Schaden an dem Porsche auf knapp 30 000 Euro. 

Nach ersten Meldungen wurden der Fahrer und sein Mitfahrer bei dem Unfall schwer verletzt. Davon war im Amtsgericht Altena jetzt glücklicherweise nichts mehr zu sehen, als sich der 35-Jährige Unfallfahrer aus Werdohl wegen einer fahrlässigen Körperverletzung verantworten musste. Denn auch sein Onkel auf dem Beifahrersitz war bei dem Unfall verletzt worden. 

Strafverfahren juristisch zuende bringen

Der Neuenrader habe sich erholt und auch kein Interesse an einer Bestrafung seines Neffen, berichtete Rechtsanwalt Andreas Klose nach der kurzen Verhandlung. Das änderte jedoch nichts daran, dass das Strafverfahren juristisch zuende gebracht werden musste. 

Alle Beteiligten hielten ein förmliches Urteil für verzichtbar. Oberstaatsanwalt Bernd Maas und der Angeklagte stimmten einer Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von insgesamt 1000 Euro zu. Sobald diese bezahlt ist, wird das Strafverfahren endgültig eingestellt.

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