SPD-Ortsverein will „stärkste Kraft werden“

+
Nach siebzehn Jahren im Rat hat Uwe Loske sein Mandat niedergelegt. Es gratulierten (von links): Thomas Wette, MdL Inge Blask und Ulrike Wolfinger.

Neuenrade - Bei der Mitgliederversammlung der Sozialdemokraten des Ortsvereins Neuenrade im Hotel Kaisergarten stand am Freitagabend natürlich auch der Landtagswahlkampf auf der Tagesordnung.

Doch trotz des Wahltermins am 14. Mai zogen Thomas Wette in seiner Funktion als Vorsitzender des Ortsvereins und Ulrike Wolfinger als Fraktionsvorsitzende auch eine Bilanz ihrer Arbeit vor Ort. Zudem freute sich Kassierer Frank Bäcker darüber, dass die SPD vier neue Mitglieder (insgesamt nun 47) in ihren Reihen begrüßen und damit der „Schulz-Effekt“ auch bis nach Neuenrade durchgedrungen sei („Wir machen auch gute Arbeit“).

In diesem Zusammenhang wies die Landtagsabgeordnete Inge Blask darauf hin, dass seit Jahresbeginn in Nordrhein-Westfalen 4 000 Personen in die SPD eingetreten seien, um die Genossen im Wahlkampf zu unterstützen. Zwischen zwei Berichten blieb auch noch Zeit für eine ganz besondere Danksagung: nach 17 Jahren im Rat hat Uwe Loske sein Mandat nun niedergelegt. „In diesen Jahren hast du für die Stadt Neuenrade alles zum Wohle geregelt. Dafür möchten wir dir Danke sagen“, so Thomas Wette. Der Geehrte wiederum entgegnete, dass er stolz sei, dabeigewesen zu sein.

In seinem Bericht war der Vorsitzende des Ortsvereins zuvor darauf eingegangen, was die Genossen alles für Neuenrade im Positiven bewegt haben: das Abfall-System wurde in diesem Zusammenhang genauso angesprochen, wie die Arbeit für das Jugendzentrum („Wir waren schon immer der Meinung, dass sich da was ändern muss“). Auch die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sei ein wichtiges Feld. „Allerdings ist dies kein Thema, das wir rein kommunal bewegen können“, so der Fraktionsvorsitzende. Hier müsse die Politik in den Dialog mit der dann neuen Landesregierung gehen.

In dieser Hinsicht skizzierte Inge Blask in ihrer Rede, wie die Sozialdemokraten aus der kommenden Landtagswahl als stärkste Kraft hervorgehen wollen. Ein Punkt: Die Kita-Gebühren sollen in einer so genannten Kernzeit von 30 Stunden für alle frei sein. Jeglicher Bedarf, der darüber hinaus gehe, müsse von den Eltern bezahlt werden. Um gleiche Lebensverhältnisse im Land gewährleisten zu können, soll dieser Betrag aber überall gleich sein. Neben der finanziellen Seite sei auch die Flexibilisierung der Öffnungszeiten („Unser Arbeitsleben hat sich verändert“) und die Qualität der Kinderbetreuung ein Thema, das die SPD ebenfalls angehen wolle.

Auch für die Rückkehr zu einem Abitur nach neun (G 9) anstelle von acht Jahren sprach sich Inge Blask aus und machte deutlich, dass die jetzige Regelung nicht der richtige Weg sei: „Wir wollen jedem Kind die Zeit geben“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare