Hoher Freizeitwert 

Idylle am  Kohlberg: Das halten dort Spaziergänger von Windrädern

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Viele erfreuen sich an dem weiten Rundblick (hier vom Quitmannsturm), der manche neue Perspektive eröffnet.

Neuenrade – Kein Zweifel: Es ist idyllisch auf dem Kohlberg. Der Rundumblick vom Quitmannsturm ist fantastisch. 

Der Schombergturm in Wildewiese ist genauso zu sehen, wie der Großteil von Neuenrade und Affeln, die Schornsteine des Elverlingser Kraftwerkes, Nettenscheid, Wiblingwerde, Teile von Dahle, Leveringhausen und mehr. 

Die Wege sind breit und eben, junger Laubwald wächst rechts und links, die Allee der Bäume des Jahres, der Schnullerbaum und der Babywald säumen die Wanderwege. 

Das Gezwitscher ist enorm, offenbar fühlen sich die Vögel hier wohl, eine schwitzende Sportlerin hetzt mit Nordic-Walking-Stöcken über die markierten Wanderwege. Der Parkplatz am Kohlberg ist am späten Montagvormittag recht gut gefüllt. 

Mehr Menschen als in mancher Fußgängerzone

Autos mit Pause machenden Menschen stehen dort, immer mal wieder kommt ein Auto und Personen – häufig mit Hunden – steigen aus und steuern die Wege an. Es ist mehr los als in mancher Kleinstadtfußgängerzone der Umgebung. 

Albrecht Buntenbach ist gegen Windkraft auf dem Kohlberg.

Der Freizeitwert des Kohlberger Waldgebietes ist ganz offensichtlich hoch. Und das Thema Windräder ist präsent. Am Wochenende ist Hochbetrieb, dann sind kaum Parkplätze zu bekommen, weil sich für viele Wanderer aus der Region der Kohlberg zu einem Ausflugsziel entwickelt hat. 

Das nimmt solche Formen an, dass manche Anlieger die verkehrsreichen Zeiten meiden und lieber morgens früh spazieren gehen oder sich weniger frequentierte Stellen suchen. 

Erneuerbare Energien müssen sein

So macht es beispielsweise Kathrin Bernardi, die mit Willi und Negra an diesem eher ruhigen Montag auf dem Kohlberg Gassi geht. Für sie eröffnet sich der Freizeitwert des Kohlbergs in der Regel in den frühen Morgenstunden. Das Thema Windräder betrachtet sie aus rein energiepolitischer Sicht: Erneuerebare Energien müssten sein. 

Willi und Negra amüsieren sich auf den Kohlberg.

Offensichtlich ist der Kohlberg vor allem bei Hundefreunden beliebt. Das Ehepaar Stiller aus Evingsen läuft gerne „hier oben“, wegen Hund Lina und wegen der schönen Rundwege und der Ausflugsziele (Bauer Schulte, Giebel, Elfenfohren). 

Windenergieanlagen auf dem Kohlberg – davon hält das Ehepaar Stiller nichts. Dass die Wege nun schön breit seien, wegen der Windenergie-Investoren, welche die Wege und Zufahrten zu den Standorten befahrbar machen mussten, sei auch das einzig Positive an der ganzen Angelegenheit. 

"Windräder wären hier eine Schande"

„Windräder hier oben aufzustellen, das wäre eine Schande“, heißt es von dem Ehepaar, das im Urlaub negative Windrad-Erfahrung sammeln musste, von nervenden Geräuschen berichtet. Für Windräder auf dem Kohlberg hat auch Albrecht Buntenbach nichts übrig. „Das passt nicht hier hin – das sollen die doch in Affeln machen,“ sagt der Neuenrader, der hier mit Hund Olli unterwegs ist. 

Eine Frau, die anonym bleiben möchte, hält nichts von Windenergieanlagen an diesem Standort. Die hätten im Wald nichts zu suchen. Die gehörten aufs Feld. Sie nutze den Kohlberg intensiv als Freizeitmöglichkeit, mache ausgedehnte Wanderungen. 

Marvin Hoffmann nutzt den Kohlberg vielfältig – zum Spazierengehen, Fahrradfahren und Skifahren.

Einen hohen Erholungsfaktor hat der Kohlberg auch für den Neuenrader Marvin Hoffmann. Er freut sich auch über die gut ausgebauten Wege, auf denen man bei Regenwetter nicht gleich im Matsch steht. Er nutzt sie nicht nur zum Spazierengehen mit Hund, sondern auch mal, um sie mit dem Fahrrad abzufahren. 

In Sachen Freizeitwert verweist er zusätzlich auf die Skipiste am Kohlberg, die dem Ort ebenfalls einen gewissen Freizeitwert verleihe. Gegen Windenergieanlagen auf dem Kohlberg hat er nichts: „Windräder würden mich nicht stören.“ Denn man profitiere auf der anderen Seite ja auch davon.

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