„Sozialdemokratische Ideale mit Leben füllen“

NEUENRADE ▪ „Es ist wichtig, dass alle Demokraten zusammen stehen“, betonte Michael Groschek beim Empfang zum 100. Geburtstag der SPD im Neuenrader Rathaus.

Der Generalsekretär der Landespartei vervollständigte den Satz: „Und deshalb ein ganz besonderes Herzlich-Willkommen an alle, die ich siezen muss und nicht duzen darf“. Zum Auftakt anlässlich des Ortsvereinsjubiläums war lokale und überörtliche Prominenz erschienen. Drei, die Groschek mit dem vertraulichen „Du“ ansprechen darf, wurden dann vom Generalsekretär geehrt, „denn Geschichte braucht auch Gesichter“, freute sich der Oberhausener Gast im Rathaus: Für jeweils 40 Jahre SPD-Zugehörigkeit überreichte er dann Urkunden an Horst Hiller, Hubert Pape sowie Ralph Zippelmayer.

Zu Beginn der Jubiläumsveranstaltung hatte Rolf Stöckel mit seiner Gitarre „Die Gedanken sind frei“ gesungen. Manch ein Genosse stimmte in das Lied mit ein, welches der ehemalige Bundestagsabgeordnete aus Unna, Stöckel, als den „sozialdemokratischen Gassenhauer“ bezeichnete. Dann referierte Birgit Sippel, die Europa-Abgeordnete aus Südwestfalen, über die Unterschiede zwischen Sport- und Ortsvereinen. Erstere seien gesellschaftlich viel mehr anerkannt, meint sie zu wissen. Dabei würden beide doch ehrenamtlich geführt. Letztere würden oft „nur mitleidig belächelt“. Und in der Tat „war die SPD nicht immer vergnügungssteuerpflichtig.“ Dagmar Freitag, SPD-Bundestagsabgeordnete, aus Iserlohn formulierte ihren Stolz auf die Parteitradition: Ortsvereine, wie der in Neuenrade, unterlägen einer Verpflichtung die sozialdemokratischen Ideale „mit Leben zu füllen“.

Die Ausstellung zum 100. bietet interessante Objekte aus der SPD-Vergangenheit. (Bericht folgt) ▪ kol

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