Geschäfte in Neuenrade stark frequentiert

Sonntagsöffnung zum Gertrüdchen: Keine Klage von Verdi - tolle Resonanz!

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Sehr gut besucht waren die Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag in den vergangenen Jahren.

[Update 16.33 Uhr] Neuenrade - Großes Aufatmen beim Neuenrader Handel - und offenbar auch gut gefüllte Kassen! Weil Verdi wie erwartet keine Klage gegen die Sonntagsöffnung eingereicht hatte, konnten die Geschäfte in Neuenrade wie geplant anlässlich des Getrüdchens ihre Pforten von 13 Uhr an öffnen. Die Resonanz war sehr gut: Viele Läden waren stark frequentiert.

Der Weg nach Neuenrade zum Volksfest Gertrüdchen hat sich also für viele Besucher gleich in doppelter Hinsicht gelohnt: Zum einen konnten sie den Rummel genießen, zumal das Wetter sich im Laufe des Nachmittag stabilisierte. Statt Dauerregens schaut sogar ab und zu mal die Sonne hervor.

Und zum anderen konnten viele Passanten eben auch durch die geöffneten Geschäfte bummeln und Einkäufe erledigen.

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 „Wir haben bislang nichts gehört“, sagt Sabine Rogoli, Abteilungsleiterin im Ordnungsamt und Mit-Organisatorin des Gertrüdchens. Und das ist gut so. Jeder Tag, an dem keine Post vom Verwaltungsgericht Arnsberg im Rathaus eintrifft, ist ein guter für die Stadt und Gewerbetreibenden in Neuenrade.

Denn so lange reicht die Gewerkschaft Verdi keine Klage gegen den verkaufsoffenen Sonntag beim Gertrüdchen ein. Dies war bis Donnerstagabend nicht geschehen, bestätigt Silke Camen, Pressesprecherin des Verwaltungsgerichts Arnsberg. 

Grundsätzlich hat die Gewerkschaft die Möglichkeit, sehr kurzfristig und im Eilverfahren gegen die Veranstaltung vorzugehen. Bis Samstagvormittag sind entsprechende Verantwortliche im Gericht erreichbar. Aber „grundsätzlich liegt es im Sinne aller Parteien, relativ frühzeitig Klage einzureichen“, sagt Camen. 

Denn nur dann hätte eine Partei „bei einem negativen Bescheid noch Zeit zu reagieren“ – und somit noch vor die nächste Instanz zu gehen. Je weniger Zeit bis zum verkaufsoffenen Sonntag bleibt, desto geringer sind die Chancen für eine richterliche Entscheidung. 

Unveränderter Stand

Wenn sie denn wirklich von Verdi angestrengt wird. Offiziell verweist eine Sprecherin, die namentlich nicht genannt werden möchte, auf den Sachstand der vergangenen Woche. Damals sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Jürgen Weiskirch auf Nachfrage, dass er nicht unbedingt den Klageweg sehe. 

Einen anderen, aktuelleren Sachstand gebe es nicht, betonte die Sprecherin nun. Und Weiskirch, der sich für Verdi um das Thema verkaufsoffener Sonntag in Neuenrade kümmert, weilt bis Dienstag im Urlaub. Demnach stehen die Zeichen nicht auf Konfrontation und juristische Schritte.

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Die Stadt bleibt gelassen und plant mit dem verkaufsoffenen Sonntag. „Wir warten ab und hoffen das Beste“, betont Rogoli. Die Stadt hatte Gespräche mit der Gewerkschaft im Vorfeld der Veranstaltung abgelehnt. Ordnungsamtsleiter Marcus Henninger hatte angesichts der Vorwürfe von Verdi gesagt, dass man sich für die Satzung zum verkaufsoffenen Sonntag an den Handlungsempfehlungen des Wirtschaftsministeriums orientiert habe.

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