Nicht genug Platz für alle Kandidaten

Sonderlösung muss her: Städtische Plakattafeln reichen nicht für Wahlwerbung

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Theoretisch wäre hier noch Platz für einen Bürgermeisterkandidaten gewesen. Jetzt nutzt die Linke die Lücke – allerdings ohne Absprache.

Neuenrade - Zu viele Parteien und zu viele Bürgermeisterkandidaten: Die Stadt hat Schwierigkeiten, alle Beteiligten auf einem Aufsteller unterzubringen. Platz ist nur für CDU, SPD, FWG, FDP, Grüne und einen Bürgermeisterkandidaten. Zwei Kandidaten würden nicht mehr auf den Aufsteller passen.

Deshalb musste sich die Verwaltung etwas einfallen lassen. Die ursprünglich erdachte Lösung, einfach den Plakatträger zu verlängern, funktioniere leider nicht, sagte auf Anfrage der Redaktion Jörg Wende, der sich bei der Stadt Neuenrade um die Wahlangelegenheiten kümmert.

Es seien „Sechsertafeln“ – und eine Verlängerung für die Kandidaten sei aus statischen Gründen nicht möglich, habe man ihm mitgeteilt. Und zum Teil sei an den vorgesehenen Aufstellorten ohnehin der Platz knapp. So sei nur Platz für die fünf Parteien, ein Feld bleibe offen.

Da allerdings auch die drei Bürgermeisterkandidaten (Amtsinhaber Antonius Wiesemann von der CDU, Thomas Wette von der SPD und Jan Schäfer von der FDP) werben möchten, habe man entschieden, jedem Kandidaten zehn Flächen zur Verfügung zu stellen, erläuterte Jörg Wende. Jeweils sechs für den innerstädtischen Bereich und je eine Plakatierungsmöglichkeit in den vier Ortsteilen Küntrop, Blintrop, Altenaffeln und Affeln. Bei diesen Werbemöglichkeiten handele es sich um Klappaufsteller, die man auch an Masten befestigen könne.

Da man den Parteien keine Vorschriften machen wolle, könnten die das handhaben wie sie wollen. „Die können auch die städtischen Tafeln für die Bürgermeisterkandidaten nutzen und die anderen für die Kandidaten und umgekehrt“, so Wende. Bleibt für Parteien und Kandidaten noch die Möglichkeit bei privaten Anbietern etwas zu buchen. Doch das ist gar nicht so einfach. Ein Großteil der großen Werbeplakate wurde schon im Frühjahr gebucht, hieß es aus gut unterrichteten Kreisen.

Was Kreistagskandidaten anbelangt, so hat zum Beispiel die Linke die Erlaubnis, Pappaufsteller im Stadtgebiet zu nutzen. Die Organisatoren der Partei waren aber fix und nutzten wohl statt den Pappaufstellern die Lücken auf den großen Plakattafeln. „Das war ohne Absprache“, sagte Wende. 

Aber wir werden dagegen nichts unternehmen.“ Kurzzeitige Irritationen gab es auch um ein kurzfristig angebrachtes Groß-Wahlplakat der CDU, das ebenso kurzfristig wieder von einem Werbeträger entfernt wurde. Offenbar wurde hier das Ende-Plakat einer Werbekampagne vorweggenommen.

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