Kampfsport und Wilder Westen

Viel Abwechslung beim Sommerfest der Waldorfschule

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Die Kampfsport-Darbietungen sollten auch das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen schärfen.

Neuenrade - Die Neuenrader Waldorfschule hat am Sonntag ihr Sommerfest gefeiert. An Programmpunkten mangelte es der Veranstaltung nicht. Eine wichtige Rolle spielte der Wilde Westen.

Mehr Cowboyhüte und Westernjacken als Indianerfedern waren beim Sommerfest der Waldorfschule zu beobachten. Ist das freie Indianer-Leben kein Vorbild mehr für die nachwachsende Generation?

Oder kam die Cowboy-Kleidung ins Spiel, weil eine riesige Schar jüngerer Schüler mit einem Line-Dance – also eher einem Tanzvergnügen der Eroberer des Wilden Westens – beschäftigt war?

Die Aufführung in großer Runde war schön, und irgendwie passten auch die Kampfsport-Darbietungen zum Thema „Wer hätte überlebt im Wilden Westen ohne Faust und Knarre?“ Es ging bei den Darbietungen allerdings auch um anderes: Um eine Bewusstseins-Schärfung der Kinder und Jugendlichen für ihre Grenzen gegenüber Anderen. 

Es war ein heiterer Sommerfest-Tag

Und da war ein deutlich artikuliertes bis geschrienes „Nein!“ recht beeindruckend. Zwischen den größeren Kämpfern ging es zuweilen ganz schön zur Sache. Doch so miteinander zu ringen, ohne eine Freundschaft zu gefährden, ist eine lehrreiche Sache.

Es gab noch mehr „große“ Programmpunkte an einem heiteren Sommerfest-Tag mit ganz vielen Besuchern und einer unglaublichen Fülle von Angeboten: Die Eurythmie-Aufführung in der Aula war ausgebucht, und als Höhepunkt traten am Nachmittag die Artisten des schuleigenen Zirkus auf.

Die Zuckerwatte war nur eines der vielen kulinarischen Angebote.

Kaum überschaubar waren die vielen kleinen Angebote in den Klassenzimmern – von der Filzwerkstatt über die Glaswerkstatt bis zum Werkraum, in dem Holzpferdchen kunstfertig rundgeschliffen wurden. Dort wurde anschaulich, was einen wichtigen Kern von Rudolf Steiners Pädagogik ausmacht: das praktische Ausprobieren und Selbermachen.

Entsprechend groß war das Angebot an solch selbst gemachten schönen Dingen – teilweise von Erwachsenen, vieles aber auch von den Schülern. Schön anzusehen waren beleuchtete Filzlampen am Stand von Ina Petri und Doreen Mletzko.

Pflanzen-Tombola mit sehenswerten Preisen

Sehenswert waren die Preise für die Pflanzen-Tombola, die einmal quer durch den Garten gingen – von der Tomatenpflanze bis zur Hortensie, über deren Gewinn sich Clemens aus Lüdenscheid freute. An anderer Stelle lockte eine Phalanx von schönen Likörflaschen – diese Abteilung war definitiv für die Erwachsenen gedacht.

Und auch kulinarisch gab es einiges: Von Bratkartoffeln über Crepes bis hin zur Zuckerwatte. Wer die Kalorien gleich wieder loswerden wollte oder und es eher sportlich mochte, war bei den Bogenschützen bestens aufgehoben, gleich neben dem Klettergarten.

Die Ankündigung der Schule war nicht übertrieben: Wer genügend Zeit an diesem heiteren Sonnentag hatte, war auf dem Berg über dem Lennetal bestens aufgehoben.

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