Sommer-Malnacht im idyllischen Ambiente

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Unter der Leitung des Kunstprofessors Qi Yang malten die Kursbesucher – wie hier Renate Drangmeister – im Park der Villa Schumann. ▪

NEUENRADE ▪ Die Abendsonne taucht die Wiese unter den alten Linden in ein gelb-orangefarbenes Licht. Die Blätter flattern im Wind.

Auf einem Stuhl sitzt Bettina Tekhaus. Auf ihren Knien liegt ein Skizzenbuch. Strich für Strich entsteht dort das Bild einer Margerite. „Als Kind habe ich viel gemalt – dann ist mein Hobby eingeschlafen. Als ich in der Zeitung von der Sommer-Malnacht gehört habe, habe ich mich sofort angemeldet.“ Während die Balverin erzählt, füllt sich nach für nach das Blatt Papier. Da sie nun viele Jahre nicht gemalt hätte, zählt sie sich zu den Anfängerinnen des Workshops.

Ebenfalls als Neuling sieht sich Renate Drangmeister. Unter der Leitung des renommierten Künstlers und Kunstprofessoren Qi Yang zeichnet sie mit Kreide einen Sonnenblumenstrauß. „Es geht um die Wiedergabe der Farben nicht der genauen Konturen“, erklärt Irmhild Hartstein von der Kunstwerkstatt Kiku, die den Workshop in der Villa am Wall organisiert hat. „Jeder kann malen – man muss es nur versuchen“, fügt Hartstein hinzu.

Daher sind für den Kurs keine Vorkenntnisse erforderlich. Unter dem Motto „Ich male, also bin ich“ gehen die zehn Kursteilnehmerinnen gemeinsam auf bildnerische Spurensuche in der Natur.

Auf Details wie

Blumen konzentrieren

Der Gastdozent Qi Yang weiß: „Versuchen Sie nur kleine Details zu malen – die ganze Natur darzustellen ist unmöglich. Daher verliert man sich da in der Weite.“ Einen weitergehenden Tipp hat Hartstein: „Nehmt ein Passepartout und haltet es vor eine Blume, eine Blüte oder sonstiges und blendet so das andere für euer Gehirn aus.“

Derweil bricht die Dämmerung ein. Fackeln lodern und verwandeln die Terrasse der historischen Villa Schumann in ein „romantisches Fleckchen, dass die Phantasie anregt“, wie es Irmhild Hartstein umschreibt.

Auf der Terrasse sitzt auch Barbara Hahn. Die Ennepetalerin malt mit Wasserfarben. „Ich verbringe meine Ferien an der Sorpe und habe von dem Kurs gehört – wirklich eine schöne Idee“, lobt Hahn, die Kunst studiert und sich bei dem Kurs angemeldet hat um mit anderen zu malen. „Da macht das doch gleich viel mehr Spaß.“

Acrylfarben und Leinwände kommen am zweiten Tag für die Maler dazu.

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