Bislang noch keine Gespräche

Solarpark: CDU und Grüne wollen Alternativstandort, der Investor bleibt skeptisch

Der Bereich hinter den Gebäuden in der Nähe der Straße Zur Kracht ist von den Grünen und der CDU als Alternativstandort für den Solarpark vorgeschlagen worden. Die Verwaltung soll jetzt prüfen, ob der Bau des Solarparks dort möglich ist.
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Der Bereich hinter den Gebäuden in der Nähe der Straße Zur Kracht ist von den Grünen und der CDU als Alternativstandort für den Solarpark vorgeschlagen worden. Die Verwaltung soll jetzt prüfen, ob der Bau des Solarparks dort möglich ist.

Zwischen Küntrop und Garbeck soll nur dann ein Solarpark entstehen, wenn sich die von CDU und Grünen vorgeschlagene Alternativfläche im Bereich Zur Kracht nicht zum Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage eignet.

Das hat der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Neuenrade am Montagabend mehrheitlich beschlossen. Bis diese Prüfung beendet ist, soll aber die Planung im Bereich Küntrop vorangetrieben werden. Drei Ausschussmitglieder stimmten gegen den Antrag, zwei enthielten sich.

Die CDU habe sowohl Anrufe von Landwirten als auch aus der Industrie erhalten, erklärte Christdemokrat Daniel Wingen. Die Anrufer hätten wenig Verständnis für eine mögliche Nutzung der Küntroper Fläche als Solarpark-Standort gehabt. Denn einerseits sei diese besonders wertvoll für eine landwirtschaftliche Nutzung. Eine andere Überlegung könne sein, die Fläche als Erweiterung für das angrenzende Industriegebiet zu nutzen. Aus diesem Grund hätten sich CDU und Grüne auf die Suche nach einem alternativen Standort gemacht.

SPD, FDP und FWG kritisieren das Vorgehen

Kritik am Vorgehen der Antragsteller kam von der SPD, der FDP und der FWG. „Warum hat man denn nicht im Vorfeld Kontakt zu den Investoren aufgenommen?“, konnte Hendrik Günzel (FDP) nicht verstehen, dass die Verwaltung erst mit der Prüfung des Alternativstandortes beauftragt werden soll, und man danach das Gespräch mit den Finanziers suchen möchte.

Diskussion um den Solarpark: SPD, FWG und FDP konnten sich mit dem gemeinsamen Antrag von Grünen und CDU nicht anfreunden.

Man wolle eben erst wissen, ob die Fläche in Frage komme und dann den Investor fragen, ob er bereit sei, auch dort zu bauen, antwortete Wingen.

Bau der Anlage „mitten in der Pampa“?

„Bei mir entsteht der Eindruck, dass man den Solarpark in Küntrop nicht haben will“, unterstrich Frank Bäcker (SPD). Die CDU solle das doch einfach ehrlich sagen, anstatt den Bau der Anlage „mitten in der Pampa“ vorzuschlagen.

„In Küntrop würde die Ersatzaufforstung entfallen“, argumentierte auch Michael Hammer (FDP) für den von den Investoren vorgeschlagenen Standort. Bernhard Peters (FWG) schlug vor, das vom Borkenkäfer befallene Waldstück, das Teil der Alternativfläche ist, lieber aufzuforsten: „Wald ist für den Klimaschutz besser als Wiese.“

Investoren wollen nun Planung für Küntrop vorantreiben

Die Investoren erklärten am Rande der Sitzung, dass sie nun, nachdem die planungsrechtlichen Beschlüsse auf den Weg gebracht worden seien, zeitnah Unterlagen bei der Verwaltung einreichen wollten. „Wir haben auf das entsprechende Signal gewartet, denn sobald die Planung beginnt, müssen wir viel Geld investieren“, sagte Dieter Röttger, Geschäftsführer der Entegro Photovoltaik-Systeme GmbH, die die Anlage gemeinsam mit dem Hagener Energiekonzern Mark-E errichten möchte. Auch werde man die mögliche Eignung der Alternativfläche prüfen, versicherte Röttger. Nach wie vor könne er sich aber kaum vorstellen, dass diese in Frage komme. Diese Auffassung vertrat auch Dr. Arndt Bohrer, Abteilungsleiter für regenerative Energien bei Mark-E.

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