CDU ruft zum Mitmachen auf

Solarpark in Küntrop? Die Meinung der Neuenrader ist gefragt

Etwa zehn Hektar groß ist die Fläche (rot gestrichelt), auf der in Küntrop ein Solarpark mit Photovoltaikanlagen entstehen könnte.
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Etwa zehn Hektar groß ist die Fläche (rot gestrichelt), auf der in Küntrop ein Solarpark mit Photovoltaikanlagen entstehen könnte.

In Küntrop könnte auf einer Fläche von etwa zehn Hektar ein Solarpark entstehen.

Das Unternehmen Entegro hat in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Enervie als möglichem Betreiber starkes Interesse signalisiert, auf dieser in Privatbesitz befindlichen Fläche vom Küntroper Bahnhof hönneabwärts bis zum Flugplatz Photovoltaikanlagen zu errichten.

Die SPD hat sich bereits klar positioniert, möchte das Vorhaben möglichst schnell realisieren. Die übrigen Parteien im Rat sehen dagegen noch erheblichen Beratungsbedarf. Geplant ist deshalb eine Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses mit Vor-Ort-Termin. Die CDU als mit Abstand größte Fraktion im Rat, fragt jetzt auch die Bevölkerung nach ihrer Meinung zu dem umstrittenen Projekt.

Mitmachen per E-Mail und in den sozialen Netzwerken

„Die CDU Neuenrade bittet die Menschen in Neuenrade, sich an der Diskussion zu beteiligen und freut sich auf die Meinungen“, heißt es in einer Mitteilung der Christdemokraten. Wer sich beteiligen möchte, kann dies per E-Mail an info@cdu-neuenrade.de oder über die Kanäle der heimischen CDU in den sozialen Medien tun.

Grüne Energie sei notwendig, betont die CDU. Bevor für den Solarpark aber eine „gigantische Fläche“ in Anspruch genommen werde, müsse klar sein, welche Auswirkungen das Großprojekt auf Neuenrade hat.

Fläche könnte auch Gewerbegebiet werden

So würde laut CDU der über Sonnenenergie produzierte Strom ins Gesamtnetz eingespeist und bleibe nicht zwingend in Neuenrade. Auch seinen keine größeren Gewerbesteuereinnahmen durch den Solarpark zu erwarten. Über die Fläche wurde und wird zudem immer wieder als mögliches Gewerbegebiet diskutiert. Das tut jetzt auch die CDU, indem sie schreibt: „Seit Jahren bemängeln Gewerbetreibende fehlende Möglichkeiten zur Niederlassung oder Expansion, weil schlichtweg Flächen auf Neuenrader Gebiet fehlen.“

Weil die Leistungsfähigkeit des Solarparks im Vergleich zu den im Baustopp befindlichen Windrädern auf dem Kohlberg „deutlich geringer“ sei, schlägt die CDU vor, eher bereits versiegelte Flächen wie private und industrielle Dächer oder große Parkplätze zur Energiegewinnung zu nutzen. Den Vorschlag, verstärkt Solaranlagen auf Dächern zu realisieren, hatte Bernhard Peters, Chef der Freien Wähler, bereits in der April-Sitzung des Rates gemacht, als die Fraktionen kontrovers über das Solarpark-Projekt diskutierten.

Die CDU schreibt weiterhin, die Strecke entlang der Bahngleise sei bei Spaziergängern, Radfahrern und Joggern „äußerst beliebt“ und fragt deshalb: „Leidet der Naherholungswert dieses Bereiches oder überwiegt bei den Bürgern der Wunsch, Gutes für die Umwelt zu tun, sodass sie die veränderte Optik gerne in Kauf nehmen würden?“

Aufgrund der Nähe der Photovoltaikanlagen zum Flugplatz Küntrop sei zwingend ein Blendgutachten im Vorfeld der Entscheidung zu erstellen. „Laut Aussage der Investoren ist mit Sonnenspiegelungen zu rechnen“, so die Christdemokraten.

Frage der Bürgerbeteiligung noch nicht beantwortet

Auf die Frage nach einer möglichen Bürgerbeteiligung hätten sich die Investoren im Rahmen eines Online-Meetings mit der CDU Neuenrade noch ziemlich vage geäußert. „Auch dieser Punkt müsste detaillierte geklärt werden“, heißt es in der Mitteilung.

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