SPD stellt Antrag

„Soko Respekt“: Auch Neuenrade soll mitmachen

Nach schweren Unfällen kommt es immer wieder vor, dass Gaffer Videoaufnahmen machen.
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Nach schweren Unfällen kommt es immer wieder vor, dass Gaffer Videoaufnahmen machen.

Die Stadt Neuenrade soll dem Verein „Soko Respekt“ beitreten und zudem die gemeinnützige Arbeit mit einer jährlichen Spende in Höhe von 250 Euro unterstützen.

Außerdem soll der Verein die Möglichkeit erhalten, bei großen Veranstaltungen in Neuenrade kostenlos mit seinem Infostand teilzunehmen. Das fordert die Neuenrader SPD und hat jetzt einen entsprechenden Antrag an den Rat der Stadt gestellt.

Die Soko Respekt ist ein eingetragener Verein, der 2017 in Lüdenscheid gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, dem zunehmenden Mangel an Respekt gegenüber Einsatz-, Rettungs- und Hilfskräften entgegenzuwirken. Mit seiner Arbeit möchte der noch recht junge Verein genau dieses Problem in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, Einsatzkräften eine Stimme verleihen und die Gesellschaft zu einem respektvolleren und wertschätzenden Umgang bewegen. Erreichen will der Verein das unter anderem mit Aufklärungs- und Präventionskampagnen.

Werdohl ist im Dezember beigetreten

Erst im Dezember war – ebenfalls auf Initiative der SPD – die Stadt Werdohl dem Verein beigetreten. Auch weitere Städte aus dem Kreisgebiet wie Plettenberg und Menden gehören der „Soko Respekt“ bereits an. Die Zahl der Mitglieder war zuletzt rasant angestiegen. Aus anfänglich 43 Gründungsmitgliedern waren bis Ende 2020 schon mehr als 1300 geworden. Große Unterstützung hatte der Verein im Herbst durch die politischen Parteien erfahren, die den Kommunalwahlkampf auch für die „Soko Respekt“ nutzten.

„Wir sehen in einem Beitritt der Stadt Neuenrade und der damit verbundenen regelmäßigen Information der Bevölkerung ein nach außen sichtbares Zeichen. Bürgermeister, Verwaltung und Rat machen damit öffentlich deutlich, dass sie geschlossen hinter den von ihnen eingesetzten Kräften stehen und den respektvollen Umgang mit ihnen und ihrer gemeinnützigen Arbeit aktiv einfordern“, heißt es in dem Antrag der Neuenrader SPD-Fraktion, der von den beiden Fraktionsvorsitzenden Ulrike Wolfinger und Thomas Wette unterschrieben ist.

Beitrag leisten, um Übergriffe zu verhindern

Mit diesem Antrag solle zudem ein Beitrag dazu geleistet werden, durch Information Übergriffe auf Rettungs- und Einsatzkräfte zu vermeiden. „Darüber hinaus regen wir an, dass Bürgermeister Antonius Wiesemann grundsätzlich rechtliche Schritte einleitet, sollte es in Neuenrade bei Einsätzen zu Übergriffen auf Rettungs- und Einsatzkräfte kommen“, heißt es in dem Antrag der Sozialdemokraten abschließend.

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