Skat-Titel geht nach Nürnberg

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„Kartenglück gehört dazu“, weiß Dagmar Krause, der ihre Bundesligaerfahrungen nicht zu einer Top-Ten-Platzierung verhalfen.

NEUENRADE - „Wir haben uns als sehr großzügige Gastgeber präsentiert“, sagte Dagmar Krause von den Skatfreunden Neuenrade, die am Sonntagnachmittag in ihrer Vereinsgaststätte ihren traditionellen „Preisskat zwischen den Tagen“ veranstalteten. Sie spielte damit auf das Abschneiden der Lokalmatadore an. Die besten acht Teilnehmer erhielten Preise, Neuenrader fanden sich nicht auf der Siegerliste wieder.

Der Titel des Jahres 2013 ging ins Frankenland. Manuela Weidner reiste aus Nürnberg an, sammelte im Laufe des Turniers 2602 Punkte ein und stellte damit die versammelte Konkurrenz in den Schatten. Selbst so erfahrene Spielerinnen wie Dagmar Krause, die immerhin über Bundesligaerfahrungen verfügt, besaßen keine Chance gegen die weitgereiste Besucherin aus dem Süden. Weidner ist in der Szene kein unbeschriebenes Blatt, geht sie doch seit Jahren für „Robin Hood Nürnberg“ auf „Augenjagd“ und trug sich auch schon in die Teilnehmerlisten bei den Deutschen Einzelmeisterschaften ein.

Mit 27 Teilnehmern hatten die gastgebenden Skatfreunde Neuenrade nicht gerechnet. „Mit 20 wären wir schon mehr als zufrieden gewesen“, bilanzierte Dagmar Krause und freute sich, dass alle acht vorhandenen Spieltische in der Vereinsgaststätte Zur Linde besetzt waren.

Über viele Jahre besaß der „Preisskat zwischen den Tagen“ den Status einer vereinsinternen Veranstaltung – gekoppelt an die Jahreshauptversammlung. Mittlerweile findet die Versammlung im Frühjahr statt und der Preiskat öffnete sich auch für Vereinsfremde beziehungsweise Vereinslose. Etliche Gäste aus Fröndenberg und von den Sorpetaler Assen trugen sich in die Starterliste ein. Einige vereinslose Hobbyspieler nutzen ebenfalls die Gelegenheit, in zwei Serien je 48 Spielen zu reizen, zu stechen und „Augen“ zu sammeln. „Eine wirklich nette Veranstaltung“, zeigte sich Dagmar Krause von der Atmosphäre während des Traditionspreisskats angetan.

Im Anschluss an die 96 Partien fand die Siegerehrung statt. „Wir haben sämtliche Startgelder an die acht Bestplatzierten ausgeschüttet“, erklärte Krause. Hinter der dominierenden Weidner reihten sich Eberhard Krieg (Fröndenberg) mit 2448 und Heiko Tandetzke (Sorpetaler Asse) mit 2419 Punkten auf dem Silber- beziehungsweise Bronzerang ein. Bester Neuenrader war Sandro DiGrandi (2013 Punkte ), der es immerhin unter die Top Ten schaffte.

Bereits am Mittwoch werden die Karten „in der Linde“ erneut gemischt. Dann findet ab 14.30 Uhr das vereinsintern ausgeschriebene Neujahrsturnier statt. „Wer ernsthaft Interesse hat, den Skatfreunden beizutreten, ist ebenfalls willkommen“, fügte die Vereinsvorsitzende Dagmar Krause hinzu. Und am 11. Januar seien die Skatfreunde mit einem Team beim Lennepokal in Lennestadt vertreten.

Von Markus Jentzsch

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