Kinder entwickeln Ideen für ihre Stadt

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Die Kinder, die in der Gruppe „Sport in Neuenrade“ mitgearbeitet haben, wünschen sich, dass die Tennisplätze öfters geöffnet sind.

Neuenrade - „Wir sind Bürgermeister“, konnten in den vergangenen drei Wochen 18 Viert- und Fünftklässler aus Neuenrade von sich sagen. Sie waren beim gleichnamigen Projekt der Stadtbücherei und Zelius Neuenrade dabei.

Was sie in der Position des Stadtoberhaupts verändern würden, präsentierten die Schüler am Freitagnachmittag in der Bücherei allen Interessierten – und natürlich auch dem echten Bürgermeister Antonius Wiesemann. Für dieses besondere Projekt hatten sich die Schüler der Burgschule und der Hönnequell-Schule an vier Terminen getroffen und zunächst Informationen zum Amt des Bürgermeisters und dessen Arbeit gesammelt. „Wir waren auch bei Antonius Wiesemann zu Gast, wo die Kinder alle Fragen stellen durften und eine Ratssitzung nachempfunden haben“, erinnerte sich Bücherei-Leiterin Sandra Horny.

In gemischten Kleingruppen überlegten die Schüler dann, welches Projekt oder welchen Missstand sie sich als Bürgermeister als erstes vornehmen würden, machten davon Bilder, die zu einer Fotostory in Comicform verarbeitet wurden. So wünschte sich die Gruppe „Sport in Neuenrade“ unter anderem eine Öffnung der Tennisanlage und einen Kiosk, an dem man sich Sportmaterialien wie Bälle oder Schläger ausleihen kann. 

Die „Traumspielplatz“-Gruppe beschwerte sich über Spielplätze, die sich in einem schlechten Zustand befinden und würde sich über ein Trampolin und Klangplatten freuen. „Hier ist es nicht so schön“, urteilte die Gruppe „Mission Hallenbad“ über das Bad in ihrer Stadt ohne Sprungturm sowie Rutschen und wünschte sich gleich einen kompletten Neubau. Weitere Wünsche waren ein Streichelzoo und ein Kinderhaus mit einem Bällebad.

„Was die Spielplätze angeht, sind schon viele Dinge in Arbeit, denn es muss etwas passieren“, stimmte Bürgermeister Wiesemann den Schülern bei deren Aussagen zum Zustand der Spielplätze zu. Beispielhaft nannte er die Anlagen Am Wall und Graf-Engelbert-Straße. Die Idee von Klangplatten nahm das Stadtoberhaupt ebenso mit ins Rathaus wie den Vorschlag eines Kinderhauses, das vielleicht im Jugendzentrum mit Zeiten und Spielmöglichkeiten ausschließlich für Jüngere umgesetzt werden könne. 

Offen zeigte sich Wiesemann ebenfalls für einen Sportmaterialien-Kiosk: „Das hört sich gut an und lässt sich vielleicht sogar schnell umsetzen.“ 

Awerd Riemenschneider, Leiter der Burgschule, lobte die Projektteilnehmer für das gezeigte Engagement in ihrer Freizeit: „Ihr habt euch intensiv Gedanken gemacht und damit auch für andere eingesetzt.“ 

Jörg Leiß, didaktischer Leiter der Hönnequell-Schule, regte an, die gemeinsame Projektarbeit beider Schulen möglichst fortzusetzen und sagte an die Schüler gerichtet: „Wenn einiger eurer Vorschläge umgesetzt werden, wäre das ein Riesenerfolg.“ 

Antonius Wiesemann gab den Viert- und Fünftklässlern noch mit auf den Weg, sich auch außerhalb dieses Projekts gerne weiterhin Gedanken um Neuenrade zu machen – und dabei Wünsche sowie Kritik stets offen anzusprechen: „Es ist wichtig, dass Ihr euch hier wohl fühlt. Denn Ihr seid unsere Zukunft!“

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