Pastoralverbund Balve-Hönnetal

Corona sorgt für ein Umdenken: Küsterin macht nach 15 Jahren Schluss

Bald wird Silke Pohle ein letztes Mal den Schlüssel an der Kapelle in Altenaffeln herumdrehen und die Kerzen am Adventskranz anzünden, denn zum Jahresende macht sie Schluss mit ihrem Job als Küsterin in Altenaffeln und auch Langenholthausen
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Bald wird Silke Pohle ein letztes Mal den Schlüssel an der Kapelle in Altenaffeln herumdrehen und die Kerzen am Adventskranz anzünden, denn zum Jahresende macht sie Schluss mit ihrem Job als Küsterin in Altenaffeln und auch Langenholthausen.

Altenaffeln/Langenholthausen – Noch einmal die Kerzen am Adventskranz in der St.-Lucia-Kapelle in Altenaffeln anzünden – für Silke Pohle ist es nach 15 Jahren als Küsterin in „ihrer“ Kapelle jetzt das letzte Mal.

„Ich höre als Küsterin hier, aber auch in St. Johannes in Langenholthausen am 31. Dezember auf“, erzählte die Altenaffelnerin im Gespräch mit der Redaktion.

Die 51-Jährige hatte vor fünf Jahren zugesagt, den Küsterdienst auch in der St.-Johannes-Gemeinde zu übernehmen. „Es macht Spaß“, beschreibt sie ihre Tätigkeit. „Der Kontakt mit den Menschen und auch die Atmosphäre in der Kirche tut mir gut – sie ist einfach toll, und es riecht gut nach Weihrauch.“

Arbeit immer anspruchsvoller

Aber Silke Pohle hat in diesem Jahr während des ersten Lockdowns für sich festgestellt: „Ruhe tut auch gut.“ Sie hatte wieder mehr Zeit für die Familie und für ihren eigenen Lebensrhythmus. Denn im Laufe der Jahre sei der Küsterdienst immer anspruchsvoller geworden. „Man ist ständig in Bereitschaft, muss parat stehen für zwei Messfeiern in der Woche, Schulgottesdienste, Wortgottesdienste, aber auch Totengebete, Hochzeiten sowie Taufen – und dies morgens oder abends“, sagte sie.

„Meine Arbeitszeit beginnt dann, wenn mein Mann Feierabend macht, und es ist sehr wenig planbar“, nennt Pohle einen weiteren Grund, warum zum Jahresende Schluss ist. Das war anfangs noch alles anders, als die eigenen Kinder selbst noch Messdiener waren. Jetzt, 15 Jahre später, freut sich Silke Pohle, dass sie ihre Ämter an den festangestellten Küster für den Pastoralverbund Balve-Hönnetal, Ralf Schlotmann, abgeben kann. „Er ist der richtige Mann für Altenaffeln und Langenholthausen“, lobt sie ihren Nachfolger, dem sie zugleich verspricht: „Sollte er Hilfe benötigen, stehe ich ihm selbstverständlich zur Seite.“

Für Silke Pohle hatte jede Messfeier etwas Besonderes; herausragend waren jeweils die Firmungen. „Deren Gestaltung mit dem Weihbischof war immer sehr anspruchsvoll“, erinnert sie sich. „Viel Arbeit gab es auch vor Ostern – wobei mir die Junge Kirche in Langenholthausen immer sehr gut gefallen hat.“

Der Gemeinde weiter ehrenamtlich dienen

Dieses im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende Angebot für Junge und Junggebliebene sei „anders als normal“ Wie viel Zeit sie in ihre Arbeit gesteckt hat, kann Pohle nicht mehr zählen. „Angestellt war ich für zwei Stunden in der Woche in Altenaffeln und für drei Stunden in Langenholthausen.“ Doch das Arbeitspensum überschritt stets die Wochenarbeitszeit. „Ich habe es aber immer gerne getan“, betont sie. „Und auch wenn ich nächstes Jahr nicht mehr als Küsterin tätig sein werde, so bleibe ich doch ehrenamtlich für meine Gemeinde dabei.“

Offiziell verabschiedet wird Silke Pohle in St. Lucia Altenaffeln am Samstag, 12. Dezember, ab 18.30 Uhr in der heiligen Messe zum Patronatsfest. In St. Johannes in Langenholthausen erfolgt die Verabschiedung am Silvestertag, 31. Dezember, in der Jahresschlussmesse, die um 17 Uhr beginnt.

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