Gemeinschaftsschule: Sieben neue Lehrer und 71 Schüler

Zwei der neuen Lehrer an der Neuenrader Gemeisnchaftschule. ▪

NEUENRADE ▪ 71 neue Schüler und sieben neue Lehrer begrüßte Schulleiterin Astrid Tillmann am Montag an ihrer Gemeinschaftsschule.

Viele Kinder aus dem ersten Jahrgang blieben nach dem Unterricht in der Schule, um ihre neuen Mitschüler willkommen zu heißen. Die Theater-AG führte das Stück „Die Zeitreise“ auf, das die Schüler selbst geschrieben und inszeniert hatten.

Mit den 71 Neuzugängen erreicht die Schule beinahe die Stärke des ersten Jahrgangs. Neue Lehrer für die Gemeinschaftsschule zu gewinnen, war für die Schulleitung auch nicht schwierig. „Viele, die frisch aus dem Referendariat kommen, sind begeistert“, berichtete Konrektor Holger Bieda. „Die können hier etwas Neues anfangen und in die Wege leiten, während es anderswo schon feste Strukturen gibt.“

Bernhard Kuhlmann, einer der sieben neuen Lehrer, bestätigt das. Sein Referendariat an einer Hauptschule hat er vor einem Jahr beendet, danach übernahm er eine Vertretungsstelle an einer Realschule. Das Konzept der Gemeinschaftsschule kennt er bisher nur aus der Theorie. Er glaubt aber an die Vorteile dieser Schulform: „Die Schüler können sich hier gegenseitig gut unterstützen. An der Haupt- oder Realschule merkt man das nicht so.“

Auch die Eltern versprechen sich viel von ihrer Entscheidung für die Gemeinschaftsschule. Die Gründe für diese Wahl sind sehr unterschiedlich. „Meine Tochter wird integrativ beschult“, erzählt eine Mutter. „Hier müssen wir nicht sofort entscheiden, ob sie auf die Haupt- oder auf die Realschule gehen soll, sondern können erstmal sehen, wie sie zurechtkommt.“

Besondere Spannung breitete sich in der Aula aus, als es an die Einteilung in die neuen Klassen ging. Für die Schulleitung war das im Vorfeld eine große Herausforderung, berichtete Astrid Tillmann. Denn in jeder Klasse sollen nicht nur gleich viele Mädchen und Jungen sein, sondern auch eine gute Mischung der Empfehlungen aus der Grundschule. „Das hat sich schon im vergangenen Jahr bewährt.“ Außerdem wollten viele Schüler natürlich auch mit ihren Freunden zusammen bleiben.

Für Irem und Hüsna ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen: sie kennen sich schon von der Grundschule und werden auch jetzt in dieselbe Klasse gehen.

Ihr Sitznachbar Elias kommt aus Plettenberg und kennt noch niemanden hier. Aber – er ist sicher, dass er schnell neue Freunde finden wird, schließlich hat er sich selbst ausgesucht, auf diese Gemeinschaftsschule zu gehen: „Ich freue mich sehr darauf!“ ▪ Constanze Raidt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare