Sicherheit: Resolution an Landrat

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Bei der jüngsten Einbruchsserie wurden dicke Schaufensterscheiben eingeschlagen. ▪

NEUENRADE ▪ Bürgermeister Klaus Peter Sasse hat das Ohr am Volke und was er da an Kommentaren über die aktuelle Kriminalitätslage hört, gefällt ihm nicht. Sasse blieb bei seinen Äußerungen im Rat zur Sicherheitslage ein wenig kryptisch, sprach von eigentümlichen Gedanken der Bürger. Sasse sagte in dem Zusammenhang: „Ich habe Angst um unsere friedlichen, demokratischen Strukturen“.

Sasse berichtete vom Frust bei der Polizei. Da höre er Unzufriedenheit mit den Gerichten. Da würde nichts passieren. So will das Stadtoberhaupt erfahren haben, dass jene, die jüngst der Entführung des Taxifahrers bezichtigt wurden, jetzt gar wieder auf freiem Fuß seien.

Wie dem auch sei: Sasse hat viele Hebel in Bewegung gesetzt, etliche Gespräche geführt, hat „einen ganzen Vormittag“ mit dem zuständigen Werdohler Wachleiter telefoniert und in der Ratssitzung betonte er, dass man alle zusammen an der Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Neuenrader arbeiten möge. Bürgermeister, Einzelhändler und Polizei sollen gemeinsam ein Gespräch führen. Dabei geht es um Prävention und Zusammenhalt. Der Termin steht noch nicht fest.

Umfassende Informationen für die Ratsmitglieder gab es dann im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung. Sasse wollte gestern aber nichts zum Inhalt der Sitzung saggen. Aber – die Ratsmitglieder einigten sich darauf, als Stadt Neuenrade eine Resolution an den Landrat zu verfassen. Tenor: Man werde darin die schwierige Situation in Neuenrade darstellen und Landrat Thomas Gemke animieren, über die Stellenbesetzung für die Neuenrader Polizeiwache nachzudenken.

Unabhängig von diesen Bestrebungen wird Hilfe von außen angeboten. So war der Geschäftsführer der MK-Wirtschaftsdienst GmbH, Rolf G. Wilmink, mit einem Mitarbeiter beim Bürgermeister und hörte sich die Ratssitzung an. Mitarbeiter des Wachdienstes laufen in Attendorn und Plettenberg Streife. ▪ Peter von der Beck

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