Musik am Brunnen

„Superjeile Zick“ in Neuenrade

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Ein Blick auf den Bürgermeister-Schmerbeck-Platz: Gegen 20 Uhr waren rund 250 Gäste zum Event „Musik am Brunnen“ gekommen. Die Stimmung war sehr gut.

Neuenrade - Es stimmte wieder einmal alles mit der „Musik am Brunnen“: Petrus zeigte sich mit dem Wetter von der verständnisvollen Seite, die Coverband Shapes of Sound zog alle Register, präsentierte Oldie-Classics mit Kölsch-Classics auf hohem Niveau, die rund 250 Besucher waren zufrieden und selbst Graf Engelbert III. blickte wohlwollend aus luftiger Höhe auf das Musikspektakel, das am Samstag zum 30. Mal in der Altstadt stattfand.

Mit der erneuten Verpflichtung von Shapes of Sound gelang Veranstalter Heinz Friedriszik ein weiterer guter Griff. Die Kölner Band wurde den besonderen Erwartungen gerecht. Qualitativer Garant dafür sind die eigenen Ansprüche des Quintetts aus der Domstadt. Hinzu kommt, dass auf dem Hans-Schmerbeck-Platz das Ambiente für Veranstaltungen dieser Art stimmt.

Das musikalische Verständnis der Band passte vom ersten Ton an, das Zusammenspiel war von hoher Konzentration geprägt. Fehler waren Mangelware, dafür wurde in lockerer Form vom Mikro aus unterhaltsam moderiert und angesagt. Die technische Perfektion an den Instrumenten sorgte für Harmonie, die rhythmische Wiedergabe der Oldies erreichte ebenso wie die gesanglichen Beiträge fast das Original. Der berühmte Funke zum Publikum sprang zügig über, schaffte Nähe zwischen Band und Zuhörern.

Shapes of Sound bot in Anlehnung an den Namen in der Tat musikalische Formen. Aus dem aktuellen Programm „Kölsch-Classic meets Oldie-Classic“ wurden die Besucher mit bekannten Rocksongs und Oldies der 60er- und 70er-Jahre mit auf die musikalische Reise genommen. Die gebotenen Musiktitel waren ein Querschnitt durch das Programm der Gruppe. Gestartet wurde mit dem Gitarrensong „Apache“, der einst von den Shadows weltweit bekannt wurde. Es sind die Oldies, die von der Gruppe beherrscht werden, die sie mit viel Feeling rüberbringen. Der Ausflug zum Rock’n-Roll-Pionier Fats Domino wurde professionell gestartet. „Stand by me“ ließ die Herzen schmelzen und „Oh Carol“ erinnerte an die einstigenTeen-Idole Smokie. Im Programm waren auch die Oldies „A Whiter Shade of Pale“, der Ohrwurm „Hang on Sloopy“, das „Roll over Beethoven“ von Chuck Berry sowie das „House of the Rising sun“ runden das Programm ab.

Die Kölsche Mundart oder der Kölsch-Rock passen ohne Wenn und Aber zur Kölner Gruppe. Sie sind ein großer Bestandteil im Repertoire, die rheinische Frohnatur samt Identität – kommen als Markenzeichen zum Vorschein. Ob „Drink doch eine met“ oder „Superjeile Zick“ – das Publikum hatte spätestens beim Song „Echte Fründe“ sein Herz an die Gruppe verloren.

Fazit: Veranstalter Heinz Friedriszik ist es mit Hilfe einiger Sponsoren erneut gelungen, bei freiem Eintritt die „Musik am Brunnen“ attraktiv zu erhalten und zu gestalten. Verständlich, dass zur Kölner Coverband an der kleinen Cocktailbar der ein oder andere Drink noch mehr Gemeinsamkeiten schaffte und auch echtes Kölsch aus einem 10-Liter-Fässchen, ein sogenanntes Pittermännchen, im Angebot war. Sauerländer und Kölner passen eben doch zueinander – auch wenn es manchmal etwas länger dauert.

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