SGV-Abteilung Neuenrade will das Wandern attraktiver machen

Ehrgeiziger Rundumschlag

Annika Kabbert vor einer der neuen Wandertafeln.
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Leader-Regionalmanagerin Annika Kabbert präsentiert zwei der zahlreichen neuen Wandertafeln, die im Rahmen des Leader-Projektes erneuert worden sind. Sie spricht den engagierten Mitgliedern der SGV-Abteilung Neuenrade ein großes Lob aus.

Ein besonderes Leader-Projekt konnte in Neuenrade erfolgreich abgeschlossen werden.

Wie kann es gelingen unterschiedliche Gruppen für das Wandern zu begeistern? Senioren und Kinder, ausdauernde Wanderer und diejenigen, die nur bei schönem Wetter ein Stückchen durch den Wald bummeln? Mit dieser Fragestellung hat sich die SGV-Abteilung Neuenrade beschäftigt – und die Antwort in einem umfangreichen und ehrgeizigen Leader-Projekt gefunden, das inzwischen abgeschlossen werden konnte.

„Im Jahr 2019 haben wir unser Projekt vorgestellt und schon im Mai konnten wir mit der Umsetzung beginnen“, erinnert sich der 2. Vorsitzende Horst Sulzer an den Auftakt. Viel Arbeit wartete auf die Wanderfreunde, die sich für einen Rundumschlag entschieden hatten. Davor zieht auch Annika Kabbert, Regionalmanagerin der „Leader sein! Bürgerregion am Sorpesee“ den Hut: „38 000 Euro sind insgesamt in das Projekt geflossen. Die Leader-Förderung aus Landes- und EU-Mitteln beläuft sich auf 24 000 Euro.“

Neuenrader Rundwanderweg aufgegeben

Mit besonders hohem Aufwand war die Installierung einer neuen Wanderwegebeschilderung und die damit verbundene Wegeoptimierung verbunden. „Die Optimierung haben wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Neuenrade in Angriff genommen“, erzählt Horst Sulzer. „Dabei haben wir auch Wege aufgegeben; zum Beispiel den Neuenrader Rundwanderweg. Der ist 57 Kilometer lang – die läuft keiner mehr.“ Auch Wegstrecken entlang befahrener Straßen seien beispielsweise aufgegeben worden. Die benachbarten SGV-Abteilungen Küntrop und Affeln hätten sich ebenfalls von Wanderwegen getrennt.

Dafür seien besonders attraktive Wege – unter anderem Abschnitte des Premiumwanderwegs Sauerland Höhenflug – nach einer übersichtlichen und einheitlichen Vorgabe ausgezeichnet worden, die im gesamten Sauerland angewandt werde. Insgesamt 250 Kilometer städtische Wanderwege seien jetzt neu gezeichnet, darunter auch Bereiche in Küntrop und Affeln. „Unser Wegemarkierer Gerd Aude und Wegewart Rüdiger Jacoby hatten eine Menge Arbeit“, stellt Horst Sulzer fest. Denn das Landschaftsbau-Unternehmen aus Paderborn, das die neuen Markierungspfosten befestigt hat, musste jeweils von einem orts- und wegekundigen SGV-Mitglied begleitet werden.

Rettungspunkte auf den Pfosten

Passend zur neuen Beschilderung wurden auch die Wandertafeln erneuert, an denen sich Wanderer an den Parkplätzen oder in den jeweiligen Orten orientieren können. „Und bei der Auszeichnung der Wege ist natürlich an die Rettungspunkte gedacht worden“, ergänzt der 2. Vorsitzende. Auf den grünen Schildern ist jeweils eine Nummer zu lesen, die bei einem Notruf angegeben werden sollte. „Dann wissen die Rettungskräfte genau, wohin sie fahren müssen.“

Das Leader-Projekt beschränkt sich aber längst nicht nur auf die Wege. Auf das neue Waldsofa am Fuchsweg beispielsweise, ist Horst Sulzer besonders stolz: „Man hat einen wunderschönen Blick auf Neuenrade.“ Das Sofa konnte in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Walderlebnislehrpfad realisiert werden.

Anreize für Kinder und Jugendliche

Apropos Fuchsweg: Die Walderlebnispfade sind für den Nachwuchs besonders interessant. Damit die jungen Bäume in der dazugehörigen Waldschule optimal wachsen können, seien im Rahmen des Leader-Projektes die passenden Werkzeuge zur Pflege angeschafft worden.

Um Kinder und Jugendliche geht es auch bei der neuen Station, die unter anderem im Rahmen des beliebten Wandertages zum Entdecken und Staunen einladen soll: Mit Hilfe eines Mikroskops können Nachwuchswanderer ihre Waldfunde dort demnächst in einem Pavillon unter die Lupe nehmen. Um möglichst viele Kinder erreichen zu können, möchte die SGV-Abteilung Kooperationen mit entsprechenden Neuenrader Gruppen und Vereinen eingehen, beziehungsweise vertiefen.

Horst Sulzer ist stolz, dass das ehrgeizige Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Von einer weiteren Maßnahme im Rahmen des Leader-Projektes profitieren Spaziergänger gerade bei der winterlichen Witterung mit Schnee, Eis oder auch matschigen Wegen: Bereits im vergangenen Jahr haben die engagierten Neuenrader Wanderfreunde einen Handlauf anbringen lassen, der den kurzen, aber steilen Anstieg zum Quittmannsturm auf dem Kohlberg deutlich sicherer macht. „Wir haben schon viele positive Rückmeldungen bekommen“, stellt Horst Sulzer fest. Momentan sei der Handlauf etwas instabil. „Wir müssen nachbetonieren. Das hat bei diesem Wetter aber keinen Sinn“, erklärt die 2. Vorsitzende, warum der Mangel nicht sofort behoben werden kann.

Rückblickend bedanken sich die aktiven SGV-Mitglieder bei allen, die sie unterstützt haben – unter anderem auch bei der Stadt Neuenrade – und natürlich beim Leader-Management. Annika Kabbert spielt den Ball zurück: „Dieses Projekt ist ein besonders nachhaltiges, das sich an verschiedene Zielgruppen richtet. Junge und alte Menschen profitieren davon, Einheimische und Touristen. Wir haben die SGV-Abteilung sehr gerne unterstützt.“

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