Ermittlungen laufen

Serie von Brandstiftungen an Kleidercontainern: DRK zieht Konsequenzen

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Kein Zweifel – das DRK tut nur Gutes. Dennoch werden die Altkleidercontainer des DRK am Wieser Weg immer wieder Opfer von Brandstiftern.

Neuenrade - Es ist inzwischen der fünfte Altkleidercontainer des DRK innerhalb von einem halben Jahr, der in Flammen aufging: Am 10. November und am 31. Dezember vergangen Jahres wurden jeweils zwei Container am Wieser Weg ein Opfer der Flammen und am 11. Mai brannte es wieder am Wieser Weg.

Beim DRK ist man fassungslos, sogar von einem Brandanschlag ist die Rede. Der Ärger rund um die Brandstiftung ist groß. Der Schaden ist beträchtlich, so ein Container wurde von der Polizei bei einem Feuerwehreinsatz mit einem Wert von 1500 Euro angegeben. Ärgerlich ist das ganze für die Eigentümer der Container. 

Die DTV GmbH muss sich um die Entsorgung des verschmorten Containers und der verbrannten Klamotten kümmern. Für das DRK geht zudem wertvolle Kleidung verloren. Mit der Kleiderverwertung werden die sozialen Projekte des DRK-Ortsvereins finanziert. Beim DRK Neuenrade hat der Vorstand nun nach der Häufung der Brände Konsequenzen gezogen. Schatzmeister Christof Bergmann: „Wir werden den Standort am Wieser Weg ganz aufgeben.“ Über einen neuen Standort werden die Verantwortlichen des Ortsvereins dann noch kurzfristig entscheiden. Der Container, welcher beim jüngsten Brand unversehrt blieb, wird solange zwischengelagert. 

Polizei ermittelt

Natürlich ermittelt die Polizei in Sachen Container-Brände. Doch es wird nicht einfach, denn die Polizei hat bis dato keinen Hinweis auf die Verursacher. Sie hofft allerdings auf Zeugen, die möglicherweise auch Tipps im Zusammenhang mit den Brandstiftungen geben können. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass jemand etwas beobachtet hat. Der Containerstandplatz ist von einer Reihe von Mehrfamilienhäusern sehr gut einsehbar. 

Bei der DTV GmbH kann man bestätigen, dass Altkleidercontainer brennen – aber nur zu bestimmten Zeiten. Das passiere „sehr oft an Silvester“, hieß es von der Dortmunder GmbH. Weitere Auskünfte erteilte das Unternehmen nicht. 

Hoffen auf Zeugenaussagen

Für Polizeisprecher Dietmar Boronowski sind brennende Altkleidercontainer quasi Alltag. Der Polizeisprecher wohnt in Hemer und vor seiner Haustür würden ebenfalls regelmäßig eben diese Container brennen. Über Motive und mögliche Täter bei Bränden von Altkleidercontainern kann auch Boronowski nur spekulieren. Aber er glaubt nicht, dass im Fall der Neuenrader Container jemand das Deutsche Rote Kreuz in Neuenrade im Visier hat. Wie auch immer: Boronowski hofft, dass letztlich Zeugenaussagen zur Ergreifung der Täter führen könnten

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