Semmelrogge in Hochform

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Im Krieg sind alle Mittel erlaubt. Das bekommt Oliver Rose (Martin Semmelrogge) in dieser Szene zu spüren. ▪

NEUENRADE ▪ „Scheidung bedeutet Krieg“. Eine Aussage, die absolut perfekt auf die Trennung der Eheleute Rose, gespielt von Martin Semmelrogge und Susann Fabiero, passt.

Die rund 600 Gäste im Kaisergarten fühlten sich von der Ehe-Komödie „Der Rosenkrieg“, die Warren Adler geschrieben und die mit Danny DeVito, Michael Douglas und Kathleen Turner verfilmt wurde, vortrefflich unterhalten. Martin Semmelrogge schlüpfte bei dieser Gelegenheit in die Rolle des materialistischen Oliver Rose. Eine Rolle, die wie maßgeschneidert für Semmelrogge schien. Michael Douglas spielte den Ehemann kaum besser. In Barbara Rose, gespielt von Susann Fabiero, fand der als Anwalt tätige Semmelrogge eine würdige Gegnerin, die sich mit ihrem Ehemann einen dramatischen Kampf um die gemeinsamen Besitztümer liefert – zur Freude der Zuschauer.

Etwas Besonderes war zweifelsohne auch die Art und Weise der Inszenierung. Dabei spielte das mobile Bühnenbild eine ganz besondere Rolle. Auf einer großen drehbaren Scheibe waren gleichzeitig zwei Szenen montiert, von denen nur die vordere sichtbar war. Dadurch war es möglich, das Publikum auf eine abwechslungsreiche Reise entlang der verschiedenen Spielorte zu schicken. Das interessante Bühnenbild trug seinen Teil zum Erfolg des Stückes bei, setzte der starken Leistung der Schauspieler im Prinzip aber nur noch das i-Tüpfelchen auf.

Nicht unbedingt gesucht aber gefunden hatten sich Barbara und Oliver Rose bei einer Auktion. Was folgte war die scheinbar völlige Harmonie – die Basis eines gemeinsamen Lebens unter einem Dach für 17 Jahre. Dann stellt die Ehefrau fest, dass sie in ihrem Leben nochmals einen Neustart wagen will und die Trennung von ihrem monetär geprägten Mann fordert: Der Startschuss zu einem Katz und Maus-Spiel – mit tödlichem Ausgang, aber gleichzeitig hohem Unterhaltungswert.

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