St. Sebastian Küntrop: Ralf Tönnesmann abgesetzt

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Ralf Tönnesmann, 2. von rechts, ist nicht mehr Vorsitzender der St. Sebastian-Bruderschaft. 

Küntrop - Paukenschlag in Küntrop: Ralf Tönnesmann ist nicht mehr Vorsitzender der St. Sebastian-Bruderschaft. Am vergangenen Mittwoch war außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins. Da wurde diese erstaunliche Personalie vom Verein abgesegnet. Neuer – kommissarischer Vorsitzender – ist Alexander Knoblauch.

In ihrer Stellungnahme hält sich die aktuelle Führungsmannschaft um den Geschäftsführer Patrick Bexten mit Details zur Absetzung Tönnesmanns zurück: „(...) Im Zuge dieser Versammlung haben sich die anwesenden Mitglieder zu einer Neubesetzung des Postens des 1. Vorsitzenden bis zur Jahreshauptversammlung im Januar 2019 entschlossen. Die kommissarische Übernahme des Postens übernimmt Alexander Knoblauch“.

Darüber hinaus wurden zwei unbesetzte Beiratsposten besetzt. Marvin Müterich und Waldemar Rempel heiße man willkommen. Über Ralf Tönnesmann schreiben die Schützen: „Er hat in den letzten beiden Dekaden die St. Sebastian Schützenbruderschaft Küntrop entscheidend mitgeprägt und auf das solide Fundament gestellt, auf dem wir uns heute befinden. Hierfür sind wir ihm sehr verbunden und dankbar.“ Kein Wort über die Gründe für die Absetzung.

Auch Ralf Tönnesmann selbst („Ich war seit 14 Jahren Vorsitzender und seit 25 Jahren im Vorstand“) ist ratlos. Auf die Frage nach den Gründen sagte er: „Keine Ahnung“. Mit mir hat seit acht Wochen keiner gesprochen“. Per Einschreiben habe er bereits Anfang Februar einen Brief bekommen, indem man ihm „Vereinsschädigung vorgeworfen“ und die Abberufung avisiert habe. Weitere Details zu dem Brief gab Tönnesmann nicht preis. Er ließ aber durchblicken, dass das Verhältnis zu anderen Vorstandsmitgliedern nicht zum Besten gewesen sei. Er habe sich bei manchen Aufgaben allein gelassen gefühlt. Aber Tönnesmann räumte auch ein, dass er auch nicht ganz schuldlos sei. So habe er vor diesem Hintergrund alle WhatsApp-Gruppen gelöscht. Auch habe man ihn zu einem anderen Zeitpunkt gewarnt, dass ihn ein paar vom Vorstand „absägen wollten“. Zudem habe er von sich aus seinen Posten abgeben wollen – nach dem Schützenfest zur üblichen Versammlung im August.

Patrick Bexten betonte noch einmal, dass man sich „so respektvoll wie möglich“ von Ralf Tönnesmann trenne. Unberührt von all dem bleibt das nahe Schützenfest (22. bis 24. Juni). „Wir haben alles organisiert und vorbereitet“, sagte Bexten.

Von Peter von der Beck

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